«So etwas darf nie wieder passieren»
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Regierungsrätin Sibylle Jeker:«So etwas darf nie wieder passieren»

Schockierende Details aus der Untersuchung
Beim Tierskandal in Ramiswil SO wurden 21 Hunde unnötig getötet!

Nachdem der Hof in Ramiswil SO geräumt werden musste und man 122 Hunde einschläferte, kündigte der Kanton eine Untersuchung an. Nun liegen die Ergebnisse vor.
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Alle 122 Hunde vom Hof in Ramiswil wurden getötet.

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • 122 Hunde getötet nach Hofräumung in Ramiswil, 21 hätten überleben können
  • Bericht kritisiert ungenügende Triage durch Veterinärdienst
  • Insgesamt 170 Tiere betroffen, darunter 122 Hunde und 43 Pferde

Es waren traumatische Bilder, die sich den Personen geboten haben, die den Hof in Ramiswil SO besuchten. Zahlreiche Hunde hatten Wunden, und Pferde standen knöcheltief in den eigenen Exkrementen. Insgesamt wurden rund 170 Tiere extrem vernachlässigt.

Der Hof wurde Anfang November geräumt. Die 122 Hunde wurden noch vor Ort getötet. Die 43 Pferde wurden grösstenteils versteigert. Auch für die zwei Ziegen fand man ein neues Zuhause. DIe Zustände auf dem Hof seien bereits vor November gemeldet worden, passiert sei aber nichts.

Hunde hätten überleben können

Nun präsentiert der Kanton Solothurn die Ergebnisse der Untersuchung. Was mehrere Tierschutzorganisationen bereits im vergangenen Winter kritisierten, ist nun erwiesen. Nicht alle Hunde hätten getötet werden müssen.

Bei 99 der 122 Hunde sei die Entscheidung richtig gewesen. Sie waren klar als Herdenschutzhunde identifizierbar. Diese hätten also weder neu platziert noch als Schutzhunde eingesetzt werden können. Aber bei 21 Hunden sei keine «genügend differenzierte Triage» vorgenommen worden, heisst es. Das bedeutet: Es hätte wohl eine Alternative für den Tod der Hunde gegeben. Zwei musssten aufgrund ihres Gesundheitszustands eingeschläfert werden.

Bericht wird analysiert

«So etwas darf nie wieder vorkommen», stellt Sibylle Jeker, Vorsteherin des Volkswirtschaftsdepartements und Regierungsrätin SVP klar. Sie gab die externe Aufarbeitung kurz nach dem Einsatz in Auftrag. Der Bericht werde in den kommenden Wochen und Monaten eingehend analysiert, um so etwas in Zukunft zu verhindern. 

Der Bericht komme auch zum Schluss, dass der Veterinärdienst den Fall «mit grossem Engagement und Blick aufs Tierwohl geführt habe». In der Mitteilung steht aber auch, dass es sich um einen ausserordentlich anspruchsvollen Fall gehandelt habe.

Mehrere Faktoren

Die Eskalation auf dem Hof ist gemäss den Untersuchungen nicht auf einen einzelnen Fehlentscheid zurückzuführen. Vielmehr sei sie das Resultat eines Zusammenspiels mehrerer Faktoren: Zu viel Administration, zu wenig Risikobewusstsein und zu viel Vertrauen in die Tierhalterin. Mitunter wurden die rassenspezifischen Risiken lange unterschätzt, heisst es in dem Schreiben. 

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