Schnell, schneller, Delikt!
Das sind die schlimmsten Raserfälle der Schweiz

Im laufenden Jahr kam es bereits zu mehreren krassen Raserdelikten. Im Kanton Schwyz wurde etwa in der Nacht auf Montag ein Auto mit einer Geschwindigkeit 150 km/h in einer 60er-Zone geblitzt. Einen Raserrekord stellte diese Fahrt allerdings nicht auf.
Kommentieren
1/4
Mit einer extremen Geschwindigkeit über die Strassen zu brettern scheint aktuell bei vielen wieder hoch im Kurs zu stehen.
Foto: IMAGO/Silas Stein

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Polizei stoppt Raser in Solothurn und Schwyz mit massiven Tempoüberschreitungen
  • Motorradfahrer 56 km/h zu schnell, Autofahrer 90 km/h über Limit
  • Rasergesetz: Ab 50 km/h zu schnell in 50er-Zone droht Haft
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.
Mattia_Jutzeler_Redaktor News_Blick_1.jpg
Mattia JutzelerRedaktor News

Mit extremen Geschwindigkeiten über die Schweizer Strassen zu brettern scheint aktuell wieder hoch im Kurs zu stehen. Zumindest häufen sich die Meldungen dazu. So stoppte erst am Dienstagmorgen die Kantonspolizei Solothurn einen jungen Motorradfahrer. Laut Mitteilung war er mit 126 Kilometern pro Stunde in einer 50er-Zone unterwegs. Der junge Syrer war also 76 km/h zu schnell unterwegs. Er musste seinen Führerausweis abgeben und wurde verzeigt.

Nur wenige Stunden zuvor, in der Nacht auf Montag, wurde im Kanton Schwyz ein Auto mit einer Geschwindigkeit 150 km/h in einer 60er Zone geblitzt – eine Überschreitung von 90 km/h! Die Kantonspolizei konnte laut Mitteilung einen 28-jährigen Mazedonier ermitteln, der verdächtigt wird, das betreffende Fahrzeug zum Zeitpunkt der Geschwindigkeitsüberschreitung gelenkt zu haben. Ihm droht jetzt eine Freiheitsstrafe von bis zu vier Jahren.

Weitere Delikte im Jahr 2026

Es sind nicht die einzigen krassen Raserdelikte im laufenden Jahr. Bereits im Februar raste ein 22-Jähriger mit 164 km/h durch eine 80er-Zone in Chur GR. Nach Abzug der Sicherheitsmarge hatte der Lenker die Höchstgeschwindigkeit um 79 km/h überschritten, heisst es in einer Mitteilung der Polizei. Dem 22-Jährigen wurde der Führerschein entzogen und er wurde bei der Staatsanwaltschaft gemeldet.

Ein weiterer Fall sorgte Ende März für Empörung. Ein junger Mann raste mit 283 km/h über die Autobahn A15 bei Uster ZH. Seine Freunde streamen die Raserfahrt live auf Tiktok. Das wird dem Raser schliesslich zum Verhängnis. Die Polizei sieht das Video der Raserfahrt und nimmt den Mann fest. Jetzt droht ihm eine Haftstrafe.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.

Mit 122 km/h zu schnell unterwegs

Alle diese Fälle kommen jedoch nicht an die rekordverdächtige Fahrt von David H.* aus dem Jahre 2019 heran. Mit sage und schreibe 249 Stundenkilometern auf dem Tacho wurde der Deutsche auf der A7 geblitzt. Nach Abzug der Sicherheitsmarge war er 122 km/h zu schnell unterwegs.

«In dem Moment habe ich mir nicht viel dabei gedacht», sagte H. bei seiner Verhandlung am Bezirksgericht Winterthur. «Im Nachhinein war es natürlich eine Dummheit. Ich war in Gedanken, weil ich damals einige Probleme hatte», führt er aus. H. kam zwar um eine Gefängnisstrafe herum, musste seinen Führerausweis aber für eine unbestimmte Zeit abgeben.

Wann greift das Rasergesetz?

Aber wann gilt man in der Schweiz eigentlich als Raser? Nach schweizerischem Gesetz (sogenannter Raserartikel; Art. 90 Abs. 3 und 4 SVG) gilt als Raser, wer vorsätzlich das hohe Risiko eines Unfalls mit Schwerverletzten oder Todesopfern eingeht. Geahndet werden von den Behörden neben dem Überschreiten der erlaubten Höchstgeschwindigkeit etwa auch gefährliche Überholmanöver oder Driften.

Bei einem Raserdelikt erfolgt zwingend ein Entzug des Führerausweises. Weiter droht eine Freiheits- oder eine Geldstrafe. Das Rasergesetz greift bei folgenden Geschwindigkeitsübertretungen:

  • Mindestens 40 km/h zu schnell, wo die erlaubte Geschwindigkeit höchstens 30 km/h beträgt.
  • Mindestens 50 km/h zu schnell, wo die erlaubte Geschwindigkeit höchstens 50 km/h beträgt.
  • Mindestens 60 km/h zu schnell, wo die erlaubte Geschwindigkeit höchstens 80 km/h beträgt.
  • Mindestens 80 km/h zu schnell, wo die erlaubte Geschwindigkeit mehr als 80 km/h beträgt.

*Name bekannt 

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen