Darum gehts
- SBB-Security stoppte Paar bei Sex in 1. Klasse Richtung Basel
- Paar hatte Sex auf 2681 m Höhe und wurde gefilmt
- Bussen für öffentliche Sexualhandlungen in Zürich bis 500 Franken
Am vergangenen Wochenende kam es zu wüsten Szenen in einer S-Bahn der SBB, die auf deutschem Boden in Richtung Basel unterwegs war. Zwei Mitarbeiter der SBB-Security mussten vollen Einsatz leisten, um ein Paar in der 1. Klasse von ihren einvernehmlichen sexuellen Handlungen abzubringen.
Der 35-Jährige und seine 29-jährige Begleiterin mussten daraufhin am Bahnhof Schopfheim West, kurz vor der Schweizer Grenze, den Zug verlassen. Aber auch Züge in der Schweiz sind nicht sicher vor liebeshungrigen Passagieren.
Neugier kennt keine Grenzen
Psychologin Caroline Fux erklärt sich die erregende Wirkung der öffentlichen Verkehrsmittel durch eine Fantasie, die fest im Alltag verankert ist. «Vielleicht ist man schon tausend Mal im gleichen Zug gependelt und hatte dabei ein sexuelles ‹Was wäre, wenn›-Szenario im Kopf», sagt sie zu Blick. Und bei einer vermeintlich günstigen Gelegenheit passiere es dann.
Auch Blick-Leser berichteten einst von ihren aufregendsten Abenteuern im Freien. Ganz gleich ob im Flugzeug, in der Gondel oder im Kino – die Neugier kennt offenbar keine Grenzen. Jedoch wird es schnell peinlich, wenn Drittpersonen unfreiwillig Zeuge der Szene werden. Blick zeigt, welche intimen Momente in der Vergangenheit öffentlich ausgelebt wurden.
Sex in schwindelerregender Höhe
Für Wanderer ein beliebtes Ziel: das 2681 Meter hohe Faulhorn in den Berner Alpen. Vergangenen April nahm ein Pärchen den strengen Aufstieg jedoch nicht nur für eine gute Aussicht in Kauf. Auf einer hölzernen Plattform hatten sie am Nachmittag Sex — und wurden dabei von der Wetter-Webcam aufgezeichnet.
Sex-Debakel um Friedhofstoilette
Die Gemeinde Teufenthal AG musste 2024 Massnahmen im Hinblick auf eine Friedhofstoilette ergreifen. Der skurrile Grund: Das Putzpersonal fand dort vermehrt Kondomverpackungen, Gleitgel und Slips. Wie die «Aargauer Zeitung» berichtete, wurde die Toilette daraufhin nur noch bei Traueranlässen geöffnet.
Zürcher Badis gegen Sex
2023 meldete eine Stammbesucherin der Zürcher Badi Heuried gleich zwei Vorfälle von wildem Treiben im Schwimmbecken. «Es war wirklich offensichtlich. Und das am frühen Nachmittag», ärgerte sich die Besucherin. Auch in anderen Badis ist das Problem bekannt. Empfohlen werde den Gästen, sich umgehend beim Bademeister zu melden, damit dieser eingreifen kann.
Dass man bei sexuellen Handlungen im öffentlichen Raum «erwischt» werden kann, wirkt nicht auf alle abschreckend. Im Gegenteil: Für die einen ist genau das der Reiz an der Sache. Neben peinlichen Situationen und Hausverboten drohen auch empfindliche Bussen.
Bussen bis zu 500 Franken
Wie die Kantonspolizei Zürich auf Nachfrage von Blick mitteilt, werden Verstosse solcher Art im Kanton Zürich nur relativ selten gemeldet. Die Polizei werde jedoch auf eine Anzeige hin tätig. Zuständig für die Festsetzung allfälliger Sanktionen ist das jeweilige Statthalteramt.
Grundsätzlich sind sexuelle Handlungen in der Öffentlichkeit nur indirekt verboten. Nämlich dann, wenn sich andere dadurch gestört fühlen. Durch eine Anzeige wird der Tatbestand zu dem der sexuellen Belästigung. Im Zuge der Badi-Vorfälle sprach das Sportamt der Stadt Zürich gegenüber dem «Tages-Anzeiger» von Bussen bis zu 500 Franken.