Am vergangenen Wochenende ereigneten sich in einer S-Bahn der SBB in Richtung Basel heftige Szenen. Zwei Deutsche müssen sich nun wegen Körperverletzung verantworten. Was war geschehen?
Zwei Mitarbeiter der SBB-Security befanden sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag in der S6, als ihnen zwei Personen in der 1. Klasse auffielen. Das schreibt die Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein in einer Mitteilung. Der 35-jährige Mann und die 29-jährige Frau, beide deutsche Staatsangehörige, sollen demnach «einvernehmliche sexuelle Handlungen» durchgeführt haben.
SBB-Mitarbeiter geschlagen
Die Security-Mitarbeiter schritten ein, und forderten die beiden auf, die sexuellen Handlungen einzustellen. Der Aufforderung sollen sie jedoch nur kurzzeitig nachgekommen sein. Daraufhin untersagten die beiden Security-Mitarbeiter ihnen die Weiterfahrt.
Für den 35-Jährigen und seine 29-jährige Begleiterin endete die Fahrt am Bahnhof Schofheim-West, kurz vor der Schweizer Grenze. Dort angekommen, sollen sie auf die beiden Security-Mitarbeiter losgegangen sein. Dem 35-Jährigen soll es sogar gelungen sein, beide Mitarbeiter zu schlagen.
«Erkennbare Rötungen im Gesicht»
Einsatzkräfte der Landespolizei konnten alle vier Personen vor Ort antreffen. Gemäss Mitteilung hatten die beiden Security-Mitarbeiter, ein 41-jähriger deutscher Staatsangehöriger und ein 39-jähriger afghanischer Staatsangehöriger, «erkennbare Rötungen im Gesicht».
Nun ermittelt die Bundespolizei wegen des Verdachts der Körperverletzung gegen die beiden Tatverdächtigen.
Immer wieder kommt es zu Gewalt gegen SBB-Mitarbeiter. Im September vergangenen Jahres packte ein Kontrolleur der SBB im Gespräch mit Blick aus.