«Es ist ein Ereignis, das schockiert»
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Gemeindepräsident von Erlen TG:«Es ist ein Ereignis, das schockiert»

Ukrainerin (†40) in Buchackern TG getötet – mutmasslicher Täter (53) hatte Annäherungsverbot – Nachbar sagt:
«Ich habe es kommen sehen»

Das Tötungsdelikt in Buchackern TG wirft Fragen auf und treibt die Bevölkerung um. Am Mittwoch kam die 40-jährige Ukrainerin Yulia P. ums Leben – der mutmassliche Täter sitzt hinter Gittern. Er hatte eigentlich ein Annäherungsverbot.
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Yulia P. wurde am Mittwoch in Buchackern getötet. Warum sie sterben musste, ist bis jetzt noch nicht bekannt.
Foto: Facebook

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • In Buchackern TG wurde die 40-jährige Yulia P. tot aufgefunden
  • Tatverdächtiger ist ein 53-jähriger Deutscher mit bekanntem Gewaltvorfall 2025
  • Gegen den Verdächtigen bestand ein Annäherungsverbot

Sie erschien nicht zur Arbeit – weil sie tot zu Hause lag. Das Delikt von Buchackern TG hat die ruhige Region im Kanton Thurgau schockiert.

Am Mittwoch um circa 16.30 Uhr wurde der Notrufzentrale gemeldet, dass eine 40-jährige Ukrainerin nicht zur Arbeit erschienen war (Blick berichtete). Thurgauer Polizisten fanden Yulia P.* schliesslich an ihrem Wohnort an der Schocherswilerstrasse im Dorf Buchackern auf, das zu Erlen gehört. Sie war tot. 

In diesem beschaulichen Thurgauer Ort passierte die Tat: Buchackern.
Foto: BRK News

Ebenfalls im Haus befand sich am Mittwoch ein 53-jähriger Deutscher. Er wurde festgenommen und gilt als tatverdächtig. 

«Verrückt, dass das passieren musste»

Am Freitag hört sich Blick im Dorf um – und bringt Erschreckendes in Erfahrung. Ein Mann aus der Nachbarschaft sagt unverblümt: «Ich habe es kommen sehen. Verrückt, dass das passieren musste.»

Denn der Mann, der nun in Haft sitzt, war nicht das erste Mal auffällig. Vor ungefähr einem Jahr, im Herbst 2025, habe es in Buchackern schon einmal einen Polizeieinsatz gegeben. Wegen häuslicher Gewalt. Es soll sich um den Ex-Partner der verstorbenen Ukrainerin handeln. Gegenüber «20 Minuten» heisst es aus der Nachbarschaft: «Der Mann konnte die Trennung nicht verkraften.»

Das Opfer Yulia P. (†40). Sie wurde mutmasslich von einem 53-jährigen Deutschen getötet.
Foto: Facebook

Damals sei die Ukrainerin nur «in Unterwäsche und einem Mänteli drüber» zu ihm geflüchtet, sagt der Anwohner, der nicht namentlich genannt werden möchte, zu Blick. Damit nicht genug: «Später kam der Mann, der mit ihr wohnte, zu mir und sagte: ‹Du toter Mann.›» Danach kam die Polizei und schlichtete. 

Aus der Nachbarschaft erfährt Blick, dass gegen den Tatverdächtigen ein Annäherungsverbot bestand. Der Deutsche durfte sich dem Haus, in dem Yulia P. lebte, eigentlich nicht nähern. Darauf deutet auch hin, dass der 53-Jährige sein Auto in einem Wald abgestellt hatte und vermutlich zu Fuss zum Tatort gegangen sei, wie «20 Minuten» berichtet. 

Staatsanwaltschaft bestätigt Annäherungsverbot

Auf Anfrage bestätigt Fabian Mörtl, Sprecher der Staatsanwaltschaft des Kantons Thurgau, den Polizeieinsatz im Herbst 2025. Er sagt: «In der Folge hat ein Gericht ein Annäherungsverbot erlassen. Nähere Angaben können wir aufgrund der laufenden Ermittlungen derzeit jedoch nicht machen.»

Die Ermittlungen laufen.
Foto: BRK News

Yulia P. sei eine «nette Frau» gewesen, erzählen Nachbarn. Sie sei freundlich gewesen, aber nicht sonderlich auffällig. Wie Blick-Recherchen zeigen, führte die 40-Jährige ein eher ruhiges Leben im Dorf. Sie betrieb einen Onlineshop für Garten- und Freizeitbedarf, bot aber auch Reinigungen und Gartenunterhalt an.

Blick kann am Freitag auch mit dem Vermieter der verstorbenen Frau sprechen. Auch er zeichnet ein sympathisches Bild der 40-jährigen Ukrainerin: «Sie war eine angenehme Person. Man grüsste sich – Grüezi und Adieu. Sie war uns gegenüber immer höflich.»

Gemeindepräsident: «Tragisches Ereignis»

Vor Ort trifft Blick den Gemeindepräsidenten von Erlen, Thomas Bosshard (58, parteilos). Er sagt: «Ich wurde abends aufgeboten, weil die Polizei von Amtes wegen jemanden von der Gemeinde braucht, der dann vor Ort kommt, während die Ermittlungen laufen.»

Gemeindepräsident Thomas Bosshard ist auch am Freitag vor Ort.
Foto: Nicolas Lurati

Eine solche Tat geht auch am Gemeindepräsidenten nicht spurlos vorüber: «Es ist eine tragische Situation, ein tragisches Ereignis, das schockiert.» 

* Namen geändert 

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