St. Galler Helispotter Pipo ist ein Internet-Phänomen
2:30
So geht er vor:St. Galler Helispotter Pipo ist ein Internet-Phänomen

Fertig lustig – Internet-Star und Rescuehelispotter Pipo tritt zurück
«Alle verdienen an mir, ausser ich»

Mit einem gesungenen «Hoi mitenand» startete er oft seine Videos auf Social-Media. Nun hat Rescuehelispotter Philipp «Pipo» Boppart alle seine Videos gelöscht und zieht sich zurück. Mit Blick redet er über seine Beweggründe – dabei geht es auch um Geld.
Kommentieren
1/8
Mit seinen begeisterten Rega-Videos wurde Philipp «Pipo» Boppart (45) zum Internetphänomen. Jetzt hat der St. Galler all seine Videos gelöscht.
Foto: Sandro Zulian

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Philipp «Pipo» Boppart (46) beendet Social-Media-Karriere wegen Zeitaufwand und Familie
  • Trotz weltweiter Bekanntheit und grosser Reichweite verdiente er kaum Geld daran
  • Rega-Videos bleiben auf YouTube; Instagram und andere Plattformen werden eingestellt

Mit seinen begeisterten Rega-Videos wurde Philipp «Pipo» Boppart (46) zum Internetphänomen. Jetzt aber löschte der Ostschweizer seine Social-Media-Inhalte Knall auf Fall und zieht sich zurück. Gegenüber Blick erklärt er die Gründe.

Mit seinen Videos von Rettungshelikoptern – insbesondere der Rega – begeisterte der Ostschweizer sein Publikum. Seine unverstellte Freude über jeden Flug, seine spontanen Gesangseinlagen und seine ehrliche Begeisterung machten ihn zum Publikumsliebling.

Heli-Spotter Pipo landet mit Rega-Video viralen Hit
1:16
Über 18 Millionen Views:Pipo landet mit Rega-Video viralen Hit

«Die Kinder brauchen den Papi auch noch»

In den Kommentaren unter seinem Abschieds-Post machten sich viele seiner Fans Sorgen. Sein Post ist knapp: «Ich verabschiede mich aus persönlichen Gründen von den sozialen Medien.» Viele fragten sich deshalb, ob etwas Schlimmes beim Helispotter passiert ist oder es ihm vielleicht nicht gut geht.

Der St. Galler gibt gegenüber Blick Entwarnung: «Pipo geht es hervorragend», so der 46-Jährige. Der Grund für seinen Abschied sei weder gesundheitlicher noch dramatischer Natur – sondern privat.

Der wichtigste Grund für seinen Entscheid sei seine Familie. «Die Kinder brauchen den Papi auch noch», sagt Pipo. Ganze freie Tage seien regelmässig für Videodrehs draufgegangen. Das wolle er künftig ändern.

«Lieber höre ich auf dem Höhepunkt auf, als dass es später zum Problem wird», erklärt er. Seine Familie unterstütze diesen Schritt.

«Alle verdienen an Pipo, nur ich nicht.»

«All diese Videos sind in meiner Freizeit entstanden», so Pipo. Ob Rega-, Koch- oder Singvideos – gefilmt, geschnitten und veröffentlicht hat er alles selbst. Dies sei ein enormer Zeitaufwand. «Ich habe alles aus Spass gemacht und praktisch nichts daran verdient», sagt er. 

Gerade das habe ihn zum Nachdenken gebracht. Während andere von seiner Reichweite profitiert hätten, sei für ihn der Aufwand immer grösser geworden. «Alle anderen verdienen an Pipo, nur ich nicht», sagt er. Dafür sei der Zeitaufwand einfach zu gross gewesen.

Bekanntheit wurde zur Belastung

Pipo erklärt, dass seine Bekanntheit mittlerweile weit über die Grenzen der Schweiz hinausgeht. Seine Videos werden weltweit gesehen, sagt er. Darum seien auch immer mehr Anfragen eingegangen. Ohne Management habe er diese kaum noch bewältigen können.

Von einem früheren Management sei Pipo enttäuscht worden. «Ich hatte für vier Monate ein Management, aber eigentlich habe ich alles gemacht.» Die Zusammenarbeit sei «nur Schall und Rauch» gewesen. Deshalb habe er zuletzt alles alleine organisiert – bis der Aufwand für einen Helispotter alleine zu gross wurde.

Spott spielt nur Nebenrolle für den Rückzug

Immer wieder wurde Pipo auch Ziel von Spott im Internet. Dass ihn negative Kommentare zum Rückzug bewegt hätten, sei nicht ausschlaggebend gewesen. «Das hat vielleicht eine kleine Rolle gespielt, aber sicher nicht die Hauptrolle», so Pipo. «Ich war nie einer, der gross die Kommentare gelesen hat.»

Ganz von der Bildfläche verschwindet Pipo aber nicht. Seine beliebten Rega-Helikopter-Videos will er weiterhin auf YouTube veröffentlichen. Koch- oder Singvideos wird es aber auch da keine mehr geben. Auf anderen Plattformen wie Instagram bleibt es künftig still.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen