Darum gehts
- Die verheerende Brandkatastrophe in der Bar Le Constellation forderte 41 Todesopfer
- Das Barbetreiberpaar Jacques und Jessica Moretti wurde befragt
- Das Feuer wurde durch Sprühkerzen an Champagnerflaschen ausgelöst
- Gegen die Morettis wird wegen wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Brandstiftung ermittelt
Morettis offen für Gedenkstätte auf Grundstück von Le Constellation
Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk
Vor gut zwei Wochen wurden Jacques und Jessica Moretti mehrere Stunden lang bei der Staatsanwaltschaft in Sitten verhört. Es waren dramatische Szenen. Vor dem Eingang wurde das Ehepaar von den trauernden Familien der Brandopfer konfrontiert. Blick-Reporter Martin Meul war ebenfalls vor Ort und berichtete über den Tumult.
Mehrere internationale Medien haben mittlerweile Einblicke in die Protokolle des Verhörs erhalten. Darunter die italienische Zeitung «La Repubblica». So wurden die Morettis offenbar von einer Anwältin gefragt, ob sie bereit wären, das Grundstück der Inferno-Bar Le Constellation für die Errichtung eines Denkmals zu spenden. «Absolut ja», soll Jacques Moretti darauf geantwortet haben. «Ich stimme zu, obwohl wir noch nicht darüber nachgedacht haben.»
Jacques Moretti soll beim Verhör ausserdem klargestellt haben, dass seine 200'000-Franken-Kaution «kein Geschenk» war. «Jemand hat dieses Geld für mich aufgebracht.» Die Identität dieser Person solle aber geheim bleiben.
Gemeinde Crans-Montana legt gegen Entscheid von Staatsanwaltschaft Berufung ein
Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk
Die Gemeinde Crans-Montana legt laut RTS Berufung gegen die Entscheidung der Staatsanwaltschaft ein, weil diese ihr nicht erlaubt, im Strafverfahren als Nebenklägerin aufzutreten.
Am 16. Februar haben die für die Untersuchung des Unglücks, bei dem 41 Menschen ums Leben kamen, zuständigen Staatsanwältinnen die Akte an das Kantonsgericht weitergeleitet, das über die Beschwerde entscheiden wird.
Der Status als «Partei» im Strafverfahren ist wichtig, da er es ermöglicht, direkt an den Ermittlungen teilzunehmen. Dies, indem man Zugang zu den Strafakten erhält, an Vernehmungen teilnimmt, den befragten Personen Fragen stellt, Beweismittel vorlegt, aber auch Ermittlungen vorschlägt.
RTS hatte keinen Zugang zu der von der Gemeinde eingereichten Beschwerde. Aber am 8. Januar schrieb die Gemeinde bei der Einreichung ihres Antrags auf Anerkennung ihrer Eigenschaft als «Partei» insbesondere, dass der Geschäftsführer des Constellation Verstösse gegen das Baugesetz begangen habe und dass die Gemeinde «die für die Ahndung dieser Verstösse zuständige Behörde» sei.
Ihre Argumente überzeugten die Staatsanwaltschaft nicht. In ihrer Verfügung vom 27. Januar lehnte sie den Antrag der Gemeinde ab.
«Ich betete, nicht zu sterben»
Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk
Der 15-jährige Filippo aus Italien wurde bei der Brandkatastrophe in Crans-Montana schwer verletzt. Die Hälfte seines Körpers wurde in der Silvesternacht verbrannt. Zusammen mit einer grossen Freundesgruppe wollte er in der Inferno-Bar Le Constellation den Jahreswechsel feiern. Mit «La Repubblica» spricht er über die Horrorszenen, die er vor fast zwei Monaten miterlebt hat.
Vor zwei Wochen konnte Filippo das Spital in Mailand verlassen. Die Ereignisse in der Silvesternacht haben bei ihm tiefe Spuren hinterlassen. «Ein Mädchen kam auf uns zugerannt und schrie, wir sollten abhauen», erzählt der 15-Jährige. «Die Flammen schlugen hoch und erreichten meinen Rücken. Alle rannten hinaus, doch plötzlich stand ich vor einer Masse von Leichen. Die Veranda hatte sich in eine Feuerkammer verwandelt. Augenblicklich fielen alle in Ohnmacht.»
Während des Interviews mit «La Repubblica» hält der 15-Jährige die Hose in den Händen, die er während der Brandkatastrophe getragen hat. Die Hose trage noch immer alle Spuren der Silvesternacht auf sich. «Vom Blut zum Beispiel, das aus meinen brennenden Händen sickerte. Von meinem vergeblichen Versuch, meine Hände in die Tasche zu stecken, um mein Handy zu holen und Hilfe zu rufen.» Auch schwarze, teerähnliche Flecken sind auf der Hose zu erkennen. «Es ist der giftige Schaum, der vom Dach herabregnete und an meinem Kopf klebte, der auf unseren Körpern schmolz.» Die Schaumstoffplatten an der Decke von Le Constellation waren es, die durch Wunderkerzen Feuer fingen und die Brandkatastrophe auslösten.
Filippo konnte überleben, weil er sich unter einem Tisch versteckte. «Ich betete, nicht zu sterben, während die Flammen meinen Rücken verschlangen.» Auch fast zwei Monate wird sein Leben von den Verbrennungen bestimmt. «Meine Lunge funktioniert nur noch zu 46 Prozent», erzählt er. Filippo wünscht sich jetzt vor allem eins: «Ich will Gerechtigkeit für uns alle. Denn es ist nicht normal, dass jemand mit seinen Freunden Spass hat und dann so endet wie ich. So wie ein Streichholz.»
Pilloud lädt Ermittler aus Rom nach Sitten ein
Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk
Die Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Italien nimmt weiter Fahrt auf: Die Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis, Béatrice Pilloud, hat die Staatsanwälte von Rom im Zusammenhang mit der Brandkatastrophe von Crans-Montana offiziell nach Sitten eingeladen. Der Termin für dieses Arbeitstreffen steht noch nicht endgültig fest.
Laut der italienischen Nachrichtenagentur Adnkronos hat Pilloud am Montag ein Schreiben an die Staatsanwaltschaft in Rom geschickt, in dem sie ihre Bereitschaft bekundet, die italienischen Ermittler im Wallis zu empfangen. Diese Information wurde Keystone-SDA am Dienstagnachmittag bestätigt.
Wann die Ermittler nach Sitten kommen werden, gelte es noch zu vereinbaren, hiess es bei der Walliser Staatsanwaltschaft.
Die italienische Delegation wird laut Pilloud Zugang zu allen bisher gesammelten Unterlagen erhalten, die sie einsehen können.
Am vergangenen Donnerstag hatte sich Pilloud in den Räumlichkeiten des Bundesamtes für Justiz in Bern mit dem Generalstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Rom, Francesco Lo Voi, getroffen, wie du im Artikel meiner Kollegin Céline Zahno lesen kannst. Dabei wurde eine verstärkte Koordination zwischen der Schweiz und Italien im Rahmen der Ermittlungen zum Brand in Crans-Montana vereinbart.
Feuerwehrchef war Weihnachten in der Inferno-Bar
Von Marian Nadler, Redaktor am Newsdesk
Am 16. Februar wurde David Vocat, Feuerwehrkommandant von Crans-Montana, von 8.30 Uhr morgens bis 21 Uhr vernommen. «Es war wirklich sehr, sehr hart», sagte er danach zu RTS. Nun hat die italienische Zeitung «La Repubblica» neue Aussagen aus dem Verhör veröffentlicht.
Vocat wurde demnach unter anderem gefragt, wann er zuletzt vor dem Unglück in der Bar Le Constellation gewesen sei. «Am 25. Dezember 2025. Für fünf Minuten. Ein Henniez Cassis im Keller», so die Antwort des Feuerwehrchefs. Henniez Cassis ist ein aromatisiertes Mineralwasser ohne Alkohol. Etwas Ungewöhnliches sei ihm an diesem Abend an der Bar nicht aufgefallen. Eine Schuld an dem Brand gibt er sich nicht.
«Ich kann nicht behaupten, dass ich noch nie dort war, aber ich war nur selten dort», soll Vocat weiterhin ausgesagt haben. «Als ich in den Keller ging, habe ich den Akustikschaum nicht bemerkt. Hätte ich ihn damals für gefährlich gehalten, hätte ich das natürlich gesagt. Hätten wir von Bränden gewusst, die durch diesen Schaum verursacht wurden, hätten wir das gemeldet.»
Vocat soll beim Verhör immer wieder betont haben, dass die Inspektion von Materialien im Inneren von Gebäuden nicht zu seinen Aufgaben gehöre. «Meine Aufgabe ist es, Leben zu retten», soll in den Dokumenten der Staatsanwaltschaft stehen.
Der Kommandant berichtet auch von einem guten Verhältnis zu den Morettis. Man sei per Du. Auch Gemeindepräsident Nicolas Féraud (55) werde von dem Betreiberehepaar geduzt.
David Vocat ist eines der zentralen Gesichter der Tragödie in dem Walliser Skiort. Meine Kollegen Céline Zahno und Joschka Schaffner haben in diesem Artikel weitere zentrale Persönlichkeiten der Brandkatastrophe aufgezählt.
Zahl der Verletzten der Brandkatastrophe sinkt weiter
Von Daniel Macher, Redaktor am Newsdesk
Nach und nach werden die persönlichen Schicksale der Opfer des Brandes von Crans-Montana öffentlich – zumindest jener, die die Katastrophe überlebt haben und nicht weiterhin im Koma liegen.
Denn rund acht Wochen nach dem verheerenden Feuer in der Bar Le Constellation befinden sich noch immer zahlreiche Verletzte in medizinischer Behandlung. 21 Personen werden derzeit in Schweizer Spitälern betreut, neun von ihnen in spezialisierten Rehabilitationskliniken.
Wie der Nationale Verbund Katastrophenmedizin (Katamed) am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte, werden zusätzlich 28 weitere Betroffene im Ausland behandelt, darunter elf Schweizer Staatsangehörige.
In der Westschweiz liegen weiterhin zwölf minderjährige und erwachsene Patientinnen und Patienten im Universitätsspital Lausanne sowie eine weitere Person im Spital von Morges. In der Deutschschweiz werden acht Opfer in Zürich behandelt, zwei davon nach wie vor auf der Intensivstation des Kinderspitals.
Neun schwer brandverletzte Personen befinden sich in Rehabilitationskliniken der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva). Acht von ihnen werden in Sitten betreut, eine weitere Person in Bellikon AG.
Die Zahl der im Ausland behandelten Patientinnen und Patienten ist im Vergleich zu vor zwei Wochen um elf gesunken und liegt nun bei 28. Unter ihnen sind elf Schweizer sowie fünf ausländische Personen mit Wohnsitz in der Schweiz. Gemäss Katamed verteilen sich die Behandlungen auf Frankreich (14 Personen), Italien (acht), Deutschland (vier) und Belgien (zwei).
Insgesamt wurden bei dem Brand 115 Menschen verletzt, 41 verloren ihr Leben.
Vier französische Zeugen sollen zum Brand aussagen
Von Daniel Macher, Redaktor am Newsdesk
Was genau geschah in der Katastrophennacht im Le Constellation? Wer entzündete die Decke in der bekannten Bar in Crans-Montana? Wer ist verantwortlich dafür, dass mehr als 40 vorwiegend junge Menschen ihr Leben verloren? Seit fast drei Monaten versuchen Ermittler, diese Fragen zu beantworten.
Der Druck auf die Behörden ist immens: Eltern, die ihre Kinder verloren haben, fordern Antworten und Schuldige. Die Walliser Generalstaatsanwältin, Béatrice Pilloud, reagierte kürzlich auf die Vorwürfe gegenüber sich und den Verantwortlichen. Meinen Text dazu findest du hier.
Um der Wahrheit näherzukommen, wird die für den Fall zuständige Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis in Kürze ein Rechtshilfeersuchen an die Staatsanwaltschaft von Paris richten. Vier französische Zeugen sollen befragt werden.
Nach Informationen der italienischen Nachrichtenagentur Ansa planen die Schweizer Ermittler, drei Mitarbeiter der Bar Le Constellation zu befragen. Dazu gehört ein 28-jähriger Kellner, der wie seine Kollegin während des Einsatzes einen Helm trug. Diese Kollegin kam ums Leben. Sie soll den Brand unbeabsichtigt ausgelöst haben, indem sie eine Champagnerflasche mit einer Funken-Kerze an die Decke hob, die anschliessend Feuer fing. Nach bisherigen Erkenntnissen war ihr nicht bewusst, dass die Decke nicht feuerfest war.
Darüber hinaus sollen ein weiterer Kellner, eine Kellnerin und ein Gast befragt werden, um den Ablauf des Abends, die Geschehnisse unmittelbar vor dem Brand und die getroffenen Sicherheitsmassnahmen im Lokal zu klären.
Da alle Zeugen französische Staatsbürger sind und sich derzeit in Frankreich aufhalten, sei ein Rechtshilfeersuchen erforderlich. «Wir haben den Anwälten eine Frist eingeräumt, um weitere Fragen einzureichen», erklärte Generalstaatsanwältin Pilloud am Dienstag. Anschliessend werde das Rechtshilfeersuchen versandt.
Bereits zuvor sei ein erstes Rechtshilfeersuchen an die französischen Behörden gerichtet worden, das die Beschaffung von Unterlagen im Zusammenhang mit dem Fall zum Inhalt hatte.
«Ich geriet in Panik, als ich die Flammen sah»
Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk
Es waren aufwühlende Szenen: Am 11. und 12. Februar wurden Jacques und Jessica Moretti mehrere Stunden lang bei der Staatsanwaltschaft in Sitten verhört – auch rund 80 Opferanwälte durften ihre Fragen stellen. Am zweiten Befragungstag trafen sie auch auf die Familien der Brandopfer, die die Morettis vor dem Eingang des Gebäudes mit ihrer Trauer konfrontierten. Mein Kollege und Wallis-Reporter Martin Meul war ebenfalls vor Ort und berichtete von den tumultartigen Szenen, die sich vor dem Gebäude abspielten. Zur Erinnerung: Danach wurde darüber diskutiert, ob die Morettis Polizeischutz bekommen sollten.
Nun hat der französische Radiosender RTL Zugang zu den Inhalten der beiden Befragungen erhalten. Darin finden sich neue Aussagen des Ehepaars.
«Ich versichere Ihnen mein volles Mitgefühl, es tut mir leid, kein Elternteil sollte so etwas durchmachen müssen», erklärte Jacques Moretti kurz nach 9.30 Uhr zu Beginn seiner Anhörung. «Es handelt sich um eine Katastrophe. Wir sind in Gedanken und Gebeten bei den Familien.»
Auch seine Ehefrau Jessica bekräftigte erneut, dass sie sich nicht vor der Verantwortung drücken möchte. Unter Tränen sagt sie: «Was diese Mütter durchmachen, ist unbeschreiblich. Ich bin selbst Mutter. Niemand sollte so etwas erleben müssen. Wir werden uns niemals drücken.»
Angesprochen auf ihr Verhalten während der Brandnacht sagte die 40-Jährige: «Ich wollte sofort die Feuerwehr rufen. Ich dachte, wir können wieder hineingehen, wenn alle evakuiert sind», versicherte sie.
Warum sie keinen Feuerlöscher benutzte, beantwortet sie so: «Weil ich in Panik geriet, als ich die Flammen sah. Für mich war es vorrangig, Alarm zu schlagen. Es war eine apokalyptische Szene. Ich habe nicht nichts getan. Wir sind vor Ort geblieben und haben uns dem Chaos gestellt.» Zuvor machten immer wieder Gerüchte die Runde, Jessica Moretti sei aus der Bar geflohen.
Wie RTL berichtet, waren die Antworten immer wieder von Schluchzen unterbrochen. Jessica Moretti wurde auch gefragt, ob sie während ihrer Flucht aus dem Gebäude versucht habe, jemanden zu retten.
«Ich wollte die Menschen in meine Arme nehmen. Um der Staatsanwältin zu antworten: Bevor ich hinaufging, habe ich das nicht getan, weil ich dachte, dass mir alle folgen würden. Ich dachte nicht, dass es so schlimm war, ich dachte, ich würde hinausgehen und wir könnten dann wieder hinuntergehen, um das Feuer zu löschen.»
Brandopfer Mélanie richtet sich in offenem Brief erneut an die Öffentlichkeit
Von Daniel Macher, Redaktor am Newsdesk
Mélanie Van de Velde (32) überlebte die Brandkatastrophe von Crans-Montana. In einem offenen Brief auf Facebook wendete sie sich Anfang Februar an die Öffentlichkeit. Mein Kollege Alexander Terwey hat in diesem Artikel über das Schicksal von Van de Velde berichtet. Jetzt hat die junge Frau einen zweiten Teil ihres Briefs veröffentlicht.
Während in der Öffentlichkeit über Ermittlungen, Anhörungen und juristische Schritte diskutiert werde, liege sie weiterhin im Spital, schreibt sie. Vor sechs Tagen musste sich die 32-Jährige einer dritten Transplantationsoperation unterziehen. Erstmals sei sie danach nicht im Koma gewesen. «Ich begriff, was mein Körper wirklich durchgemacht hatte.»
Die Hauttransplantate wurden erneut von ihren Oberschenkeln entnommen – «zum dritten Mal». Die Schmerzen seien «brennend, einschneidend, bei jedem Atemzug spürbar». Es sei ein Leiden, «das sich mit Worten nicht wirklich ausdrücken lässt».
Während andere befragt würden und danach nach Hause gingen, lerne sie, mit einem «geöffneten, entfernten und rekonstruierten» Körper zu leben. Und dennoch berichtet Mélanie von Fortschritten: Zwei Tage hintereinander habe sie alleine gegessen, trotz zitternder Hände. Zudem sei sie 150 Meter gegangen – «150 Meter unter Schmerzen», die ihr immense Kraft abverlangt hätten. Für andere sei das wenig, für sie eine «bemerkenswerte Leistung».
Sie bitte nicht um Mitleid, sondern darum, nicht zu vergessen, dass Opfer weiterhin «wirklich, körperlich und tief leiden». Überleben bedeute mehr, als aus dem Spital entlassen zu werden.
Neues Video aus Brandnacht aufgetaucht
Von Marian Nadler, Redaktor am Newsdesk
Erneut macht ein neues Video aus der Brandnacht die Runde. Wie «Corriere della Sera» am Montag berichtete, hat die Staatsanwaltschaft Sitten ein neues Video vorgelegt. Der Zeitung liegt das Video vor: Die Aufnahmen zeigen deutlich, wie das Feuer ausgelöst wurde.
Die Kellnerin Cyane Panine (†24) ist in dem neuen Clip mit zwei Champagnerflaschen zu sehen. An beiden Flaschen sind Partyfontänen befestigt. Sie sitzt in dem Video auf den Schultern eines Kollegen, während die Funken der Fontänen die leicht entzündlichen Schallschutzmatten aus Schaustoff streifen. Dann gerät ein erstes Element in Brand.
In einer ersten Befragung hatte das Betreiberehepaar Moretti angegeben, dass die Kellner die Idee zur Sprühkerzen-Show gehabt haben sollen. Eine Zeugin gab jedoch an, dass Jessica Moretti die Aktion persönlich angeordnet hatte.
Der Helm, den Panine während der Show trug, dürfte ihre Sicht stark eingeschränkt haben. Eine Brandschutzschulung hat die Saisonkraft laut ihren Eltern nie erhalten.