Darum gehts
- In Olten SO brannte am Mittwoch ein Wohnwagen aus
- Gasflaschen explodierten; Manuel W. (65) wurde schwer verletzt
- Eine Frau wurde leicht verletzt; die Ursache wird untersucht
Kurz vor zwölf am Mittwoch knallt es in Olten SO, dann steigt eine Rauchsäule über dem Industriegebiet an der Aare auf. 15 Minuten später folgt eine zweite Explosion.
Ein Wohnwagen im Industriegebiet steht in Vollbrand. Polizei und Feuerwehr rücken aus. Philipp Stierli, Einsatzleiter und Feuerwehrkommandant Olten, bestätigt am Nachmittag, dass Gasflaschen explodiert sind.
Kurz nach 13.30 Uhr ist der Brand gelöscht. Die traurige Bilanz: Ein Mann verletzt sich bei der Explosion so schwer, dass er mit dem Rettungshelikopter ins Spital geflogen werden muss.
Besitzer des Wohnwagens verletzt
Blick-Recherchen zeigen nun: Bei dem Schwerverletzten handelt es sich um Manuel W.* (65). Der explodierte Wohnwagen gehört offenbar ihm, er wohnte auch darin. W. ist in der Region als Tüftler bekannt. Blick spricht mit einem nahen Angehörigen – der Schock sitzt tief. «Manuel wurde als stabil bezeichnet und ins Spital geflogen. Ob er jedoch ausser Lebensgefahr ist, weiss ich nicht. Er hat auf jeden Fall schwerste Verbrennungen, und ich hoffe, dass er überlebt», so der Angehörige. W. werde zurzeit operiert.
Neben Manuel W. wurde auch eine zweite Person durch die Explosion verletzt. Dabei handelt es sich um Barbara S.** (33). Die Frau hatte grosses Glück, wie sie im Gespräch mit Blick erzählt. Zum Zeitpunkt der Explosion schläft S. gerade im Vorzelt des Campingwagens. «Plötzlich knallte es, dann lagen auch schon Trümmer auf mir», sagt sie.
Gasherd explodiert?
Durch die herabfallenden Trümmer wacht Barbara S. auf. «Ich war geschockt, wusste nicht, was los war. Dann bin ich nur noch geflüchtet», erinnert sie sich und fügt an: «Kurz danach hat es dann angefangen zu qualmen.»
Barbara S. ist froh, dass sie überlebt hat und nur leicht durch die Trümmer verletzt wurde. Doch sie macht sich grosse Sorgen um Manuel W. «Ich hoffe, es geht ihm gut und dass er wieder gesund wird», sagt sie.
Über die Ursache der Explosion kann auch Barbara S. im Moment nur spekulieren. «Möglich, dass der Gasherd im Wohnwagen in die Luft geflogen ist», sagt sie. Vielleicht habe eine Zigarette von Manuel W. die Explosion ausgelöst. «Gesehen habe ich es nicht, ich habe ja geschlafen.»
Nachbarschaft erschreckt
Die heftige Explosion hat auch die Nachbarschaft in Schrecken versetzt. Die Betreiberin der nahegelegenen Flussbar Olten, Monika B.**, ist zum Zeitpunkt des Brandes gerade in ihrer Bar. «Den Knall habe ich selbst auch gespürt. Ich hatte schon Angst, dass mir die eigene Hütte einstürzt», sagte die Barbetreiberin.
Zum schwerverletzten Opfer sagt sie: «Ich kenne den Mann, der im Wohnwagen gewohnt hat.» «Manuel W. sei ein Bastler. «Er hat auch gerne bis tief in die Nacht gearbeitet und dabei Musik gehört.»
Derweil wird die Ursache für die Explosion nun von den Solothurner Behörden untersucht.
* Name bekannt
** Namen geändert