Darum gehts
- Autofahrer Sami T. (50) stürzt in Rümikon AG mit Auto in den Rhein
- Er wich einem Tier aus, überschlug sich und überlebte schwer verletzt
- Unfall am 23. Mai 2026; Fahrzeug Totalschaden, Hauptstrasse gesperrt
Die Unfallbilder der Polizei haben schockiert: Ein Autofahrer wich in Rümikon AG einem Tier aus, flog regelrecht von der Strasse in eine kleine Schlucht hinunter in den Rhein. Und überlebte wie durch ein Wunder!
Recherchen von Blick zeigen nun: Beim Lenker handelt es sich um Sami T.* (50) aus dem Kanton Zürich. Dort kam raus: Der Wagen ist auf seine Frau eingelöst, Sami T. war jedoch letzten Samstag der Lenker. Die Frau sagt: «Mein Mann ist noch im Spital. Sprechen Sie mit ihm.»
Vom Einkaufen in Deutschland
Gesagt, getan. Und: Sami T. ist sofort bereit, über den schlimmen Unfall zu sprechen. «Ich bin noch etwas müde», sagt der pakistanisch-italienische Doppelbürger. «Aber ich bin sehr froh, dass ich das überlebt habe.»
Sami T. sagt, er sei letzten Samstag an der Grenze in Deutschland einkaufen gegangen. Auf dem Heimweg sei es dann passiert, wie er erzählt. «Ich wich einem Tier aus, wahrscheinlich einem Wolf, und verlor dabei die Kontrolle über den Wagen», sagt er. Er habe nichts mehr tun können.
Fahrzeug überschlug sich
Laut Kantonspolizei Aargau überquerte der Wagen gegen 8 Uhr die Gegenfahrbahn, geriet in den Grünstreifen und kam schliesslich im Rhein zum Stillstand. Das Fahrzeug habe sich dabei überschlagen.
Für Sami T. war es «ein richtiger Abflug». Der Wagen liegt mit einer Seite bereits im Wasser und es droht, dass er Feuer fängt. «Ich habe dann mit meinem linken Arm eine Scheibe eingeschlagen und bin nur noch rausgekrochen», sagt er.
Gemäss Polizei wurde die Notrufzentrale durch einen automatischen Alarm eines iPhones kontaktiert, wonach sich ein schwerer Verkehrsunfall ereignet habe. Gleichzeitig meldete eine Drittperson dem Sanitätsnotruf, dass ein Auto in den Rhein gefallen und eine Person verletzt worden sei.
Sami T. im Spital, Fahrzeug Totalschaden
Bald sind also ein erster Helfer, die Polizei und die Ambulanz vor Ort. Sami T. wird ins Spital gebracht. Das Fahrzeug erlitt einen Totalschaden. Für die Bergung musste die Hauptstrasse gesperrt werden. Aufgrund ausgelaufener Flüssigkeiten wurde zudem die Feuerwehr aufgeboten.
Inzwischen wurde Sami T. am Arm operiert. «Er ist gebrochen», sagt er. «Ich habe jetzt sicher irgendwelche Schrauben drin.» Zudem habe er grosse Schmerzen am Brustkorb, «offenbar von Quetschungen oder Anrissen». Und: Am ganzen Körper plagen ihn Prellungen.
Doch Sami T. weiss: «Ich hatte einen grossen Schutzengel, denn ich hätte sterben können.» Wann er wieder nach Hause zu seinen Liebsten kann, das weiss er noch nicht. «Ich muss mich jetzt zuerst gut erholen und wieder ganz gesund werden.»
Lieber durchfahren und bremsen
Die Kapo Aargau hat den Lenker bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht. Denn: Es gab einen Unfall mit Schaden und der muss untersucht werden, nur schon für die Versicherung.
Fürs Tierausweichen alleine droht oftmals keine Strafe, wenn man dies der Polizei glaubhaft erklären kann und das Ausweichen nicht zu riskant war. Generell wird geraten: Bei einem Tier auf der Strasse – auch wenn es hart klingt – lieber durchfahren und kontrolliert bremsen, als in den Gegenverkehr oder in den Abhang ausweichen.
* Name geändert