Flugverbot missachtet
Mehrere Drohnen nahe AKW Gösgen gesichtet – Polizei ermittelt

Unbemannte Drohnen flogen vergangenen Sonntag über das AKW Gösgen und lösten einen Polizeieinsatz aus. Die Flugroute und Piloten sind noch unklar. Das Kraftwerk betont, der Betrieb sei stets sicher gewesen.
Kommentieren
Unbemannte Drohnen flogen vergangenen Sonntag über das AKW Gösgen.
Foto: KEYSTONE/GAETAN BALLY

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Unbekannte Drohnen flogen über das AKW Gösgen
  • Flugverbotszone wurde verletzt, Polizei ermittelt zu Piloten und Herkunft
  • Keine Gefahr für AKW-Betrieb, Flugverbot vom Bundesamt für Zivilluftfahrt geregelt
Daniel_Macher_Journalist Newsteam_Blick.ch_2-Bearbeitet.jpg
Daniel MacherRedaktor News

Mehrere unbekannte Drohnen haben am Sonntagabend in der Umgebung des Kernkraftwerks Gösgen für Aufsehen gesorgt. Wer die Fluggeräte steuerte und welches Ziel dahintersteckte, ist derzeit unklar. Die Kantonspolizei Solothurn hat Ermittlungen aufgenommen.

Ein Anwohner beobachtete gegen 22.40 Uhr mehrere Drohnen, die in Richtung des AKW flogen, und alarmierte die Polizei. Wie das SRF-Regionaljournal am Dienstag und später auch die «Solothurner Zeitung» berichteten, konnte eine Patrouille der Kantonspolizei in der Region Obergösgen-Däniken tatsächlich mehrere Drohnen am Himmel feststellen.

«Betrieb war zu jedem Zeitpunkt gewährleistet»

«Abklärungen zur genauen Flugroute, zu möglichen Piloten sowie zur Anzahl und Herkunft der Drohnen sind derzeit im Gang», sagt Polizeisprecher Bruno Gribi. Die Solothurner Polizei steht dabei auch mit den Polizeikorps der Nachbarkantone sowie mit dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) und dem Bundesamt für Polizei in Kontakt.

Auch das Kernkraftwerk wurde nach der Meldung aktiv. Laut Max Brugger, Leiter Information beim AKW Gösgen, beobachtete die Betriebswache die Umgebung verstärkt. Hinweise auf eine Gefährdung oder Beeinträchtigung des Kraftwerks hat es jedoch keine gegeben. «Der sichere Betrieb des KKG war zu jedem Zeitpunkt gewährleistet», betont Brugger.

Rund um das AKW gilt eine Flugverbotszone für Drohnen. Gemäss den Vorgaben des Bazl dürfen dort keine unbemannten Fluggeräte betrieben werden, sofern keine spezielle Bewilligung vorliegt. Wer gegen solche Vorschriften verstösst, muss je nach Fall mit zivil- oder strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Bei einer Gefährdung der Luftfahrt drohen sogar Freiheitsstrafen von mehreren Jahren.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen