Flugverkehr eingestellt
Belarus-Drohne näherte sich litauischem Luftraum

In Litauen herrschte am Mittwochvormittag Luftalarm. Grund dafür war eine Drohne aus Belarus, die sich dem litauischen Luftraum näherte. Der Flugverkehr war als Vorsichtsmassnahme eingestellt worden.
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Nahe des litauischen Luftraums wurde eine mutmassliche Drohne aus Belarus gesichtet. (Symbolbild)
Foto: IMAGO/Middle East Images
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Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

«Suchen Sie sofort Schutz an einem sicheren Ort, kümmern Sie sich um Ihre Nahestehenden und warten Sie auf neue Empfehlungen», hiess es in einer Mitteilung der litauischen Armee, die an die Bevölkerung gesendet wurde. In Grenznähe zu Litauen wurde eine mutmassliche Drohne aus Richtung Belarus gesichtet, schrieb das Verteidigungsministerium auf X. 

Für Teile des Landes wurde deshalb eine Luftwarnung ausgegeben. Die NATO-Luftüberwachung im Baltikum wurde aktiviert. Der Betrieb am Flughafen in der Hauptstadt Vilnius wurde eingestellt. Wie der litauische Sender LRT berichtet, wurden Präsident Gitanas Nauseda (62) und Regierungschefin Inga Ruginienė (44) in Schutzräume gebracht. Mittlerweile wurde der Luftalarm wieder aufgehoben.

Erst kürzlich waren mehrere ukrainische Drohnen über Estland und Lettland abgestürzt. Am Dienstag hatten Nato-Kampfjets über Estland eine Drohne abgeschossen, die in den Luftraum des baltischen EU- und Nato-Landes eingedrungen war. Nach Angaben von Verteidigungsminister Hanno Pevkur handelte es sich dabei vermutlich um ein mutmasslich fehlgeleitetes ukrainisches Flugobjekt, das auf russische Ziele gerichtet gewesen sein soll.

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