«Ich war richtig froh, weil ich so etwas Gutes gemacht habe»
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Marina M. verhinderte Einbruch:«Ich war richtig froh, weil ich so etwas Gutes gemacht habe»

Dreister Apotheken-Einbruch in Rupperswil AG – dann kam Marina M. (48)
So jagte diese Kauffrau die Einbrecher in die Hände der Polizei!

Dreister Apotheken-Einbruch in Rupperswil AG: Marina M. (48) reagierte blitzschnell, sprach einen Täter an und fotografierte zwei. Die Polizei verhaftete die Männer kurz darauf in Bahnhofsnähe. Jetzt konnte Blick mit der mutigen Serbin sprechen.
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Marina M. sprach einen Einbrecher an, der daraufhin mit seinen beiden Kumpanen abhaute und gefasst werden konnte.
Foto: Ralph Donghi

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Marina M. (48) stoppte in Rupperswil AG Einbrecher bei Apotheke
  • Sie fotografierte Täter, die mit Schachtdeckel Tür eingeschlagen hatten
  • Polizei verhaftete daraufhin drei Verdächtige (17, 19, 33) am Bahnhof
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Ralph DonghiReporter News

Sichtlich stolz steht Marina M.* (48) an der Stelle in Rupperswil AG, wo sie mitten in der Nacht einen Apotheken-Einbrecher ansprach – worauf dieser mit seinen beiden Einbruch-Kumpels beinahe direkt in die Arme der Polizei abhaute! «Ja», sagt die mutige Kauffrau zu Blick. «Ich war ziemlich glücklich, dass mir dies gelang, und bin auch stolz auf mich.»

Passiert ist es in der Nacht auf Sonntag. «Ich war mit meinem Mann im Ausgang, und wir kamen kurz nach 1.30 Uhr nach Hause», erzählt Marina M. Die Serbin wohnt in dem Mehrfamilienhaus, das im Parterre eine Apotheke hat. Sie will im Keller gerade den Liftknopf drücken, da hört sie «einen starken Lärm», wie sie sagt. Sie ruft ihrem Mann zu, dass er schnell kommen solle. «Doch er musste als Hauswart noch alles schliessen.» Deshalb fährt Marina M. selber schon einmal ins Parterre.

«Was machst Du hier?»

Als sie vom Lift herauskommt, «habe ich schnell reagiert», sagt Marina M. Sie sei sofort zur Ecke mit der Apotheke gelaufen. «Da habe ich einen jungen Mann gesehen, der um die 30 Jahre alt war, und habe ihn angesprochen.» Sie fragt ihn: «Was machst Du hier?» Der Mann habe etwas in einer anderen Sprache gesagt, aber der Lärm sei noch immer da gewesen. «Ich habe eben nicht gesehen, dass beim Eingang der Apotheke noch zwei weitere Männer waren.»

Jetzt geht alles schnell: «Der Mann haute in Richtung Bahnhof ab, die beiden anderen Männer auch», sagt Marina M. Sie schafft es gerade noch, die beiden Männer mit dem Handy zu fotografieren. Dann sieht sie bei der Apotheke, was sie angerichtet haben. «Sie hatten in der Nähe einen Schachtdeckel vom Boden aufgehoben und damit die Eingangstüre eingeschlagen!»

Marina M. gibt die entscheidenden Hinweise

Während ihr Mann das Strassenloch, das in dem Moment gefährlich war, bewacht, ruft sie sofort die Polizei und berichtet, was passiert war. Auch, dass sie ein Bild von zwei der drei Einbrecher gemacht habe, das aber nicht so richtig scharf war. Und: Marina M. gibt auch den entscheidenden Hinweis: dass die Täter in Richtung Bahnhof gerannt seien.

Die Polizei ist schnell vor Ort und kann die Männer wenige Minuten später tatsächlich in der Nähe des Bahnhofs verhaften. «Die Polizei wollte dann mein Bild zum Vergleich», sagt Marina M. Inzwischen weiss sie: Es wurden die Männer verhaftet, die sie bei der Apotheke gesehen hatte. Es handelt sich um zwei algerische Staatsangehörige (17 und 33) und einen Marokkaner (19). Die Kantonspolizei Aargau nahm die drei unter dringendem Tatverdacht fest, wie sie schreibt. Die zuständige Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet.

«Es wurde immerhin nichts geklaut»

«Ich war richtig froh, weil ich etwas Gutes gemacht hatte», sagt Marina M. Für die Apotheke sei es schade wegen des Schadens. Aber: «Es wurde immerhin nichts geklaut.» Die Apothekerin, die nicht an die Öffentlichkeit möchte, habe sie am Montag gebeten, runter ins Geschäft zu kommen. «Sie zeigte sich sehr dankbar, dass ich so schnell reagiert habe und hat mir als Dankeschön einen Gutschein im Wert von 100 Franken gegeben. Ich war sehr glücklich.»

Marina M. hofft nun, dass so etwas nicht mehr passiert und die Einbrecher da bleiben, wo sie jetzt sind: im Gefängnis. Denn: «Wir möchten hier alle nur gerne in Ruhe und Frieden leben.» Als Heldin sieht sich Marina M. nicht: «Ich hatte in dem Moment keine Angst. Ich denke, jeder normale Mensch hätte so reagiert.»

Die Kantonspolizei Aargau nennt Marina M. eine «aufmerksame Anwohnerin», die nach ihrer Beobachtung «richtigerweise den Polizeinotruf wählte».

* Name bekannt 

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