Darum gehts
- Unbekannte schlugen am 9. Mai 2026 in Wohlen AG einen Mann nieder
- Polizei sucht zwei Männer, sie flüchteten in verschiedene Richtungen
- 57-Jähriger erlitt Kopfverletzungen, Ermittlungen laufen, Täterbeschreibung veröffentlicht
Diese Meldung der Kantonspolizei Aargau hat schockiert: «Unbekannte griffen in der Bahnhofsunterführung in Wohlen AG einen 57-jährigen Mann unvermittelt von hinten an. Er erlitt dabei erhebliche Kopfverletzungen.»
Jetzt zeigen Recherchen von Blick: Beim verletzten Mann handelt es sich um Bruno B.*. Und: Der gelernte Verkäufer aus der Region Wohlen ist bereit, über den Angriff zu sprechen. «Ich war am Samstag zuerst in Zürich, um zu shoppen», erinnert er sich. Als er wieder nach Hause will und er mit dem Zug beim Bahnhof in Wohlen ankommt, steigt er aus. «In der Unterführung wollte ich dann nach links gehen und beim Kiosk oben noch Zigaretten kaufen – da war ich plötzlich weg.»
Auskunftsperson hörte «dumpfen Knall»
Laut der Kapo Aargau ereignete sich der Vorfall gegen 18.10 Uhr. Sie schreibt weiter: «Eine Auskunftsperson hörte einen dumpfen Knall und sah anschliessend zwei junge Männer zu Fuss flüchten.»
Bruno B. wird am Boden liegend und mit blutenden Kopfverletzungen vorgefunden. Polizei und Ambulanz sind rasch vor Ort. «Ich kam glaubs erst im Spital wieder zu mir», sagt der 57-Jährige. Er hatte Glück. «Ich habe nur ein blaues Auge und mein rechtes Ohr hat offenbar ein Loch drinnen. Ich darf jedenfalls im Moment nicht durch die Nase schnäuzen», sagt er. Es sei ein Wunder, dass er nichts gebrochen habe. Und: «Ich kann froh sein, dass ich überhaupt noch lebe.» Als er gestern nach Hause gekommen sei, habe er erst einmal nur geschlafen.
Täterschaft immer noch flüchtig
Auf Nachfrage von Blick bei der Kapo Aargau heisst es am Montagnachmittag, dass der Fall nach wie vor ungeklärt sei und die Ermittlungen nach der Täterschaft im Gange sind. Ein Gesuchter wird als etwa 175 Zentimeter gross beschrieben. Er trug eine beige Hose und ein helles Oberteil. Seine Haare waren nach hinten frisiert. Der zweite Mann war rund 170 Zentimeter gross, trug eine blaue Jeanshose, einen dunklen Hoodie und eine schwarze Sonnenbrille.
Bruno B. hofft «sehr», dass die Polizei die Männer findet
Bruno B. beteuert, er habe die Männer, die er vielleicht vorher schon im Zug gesehen haben könnte, nicht persönlich gekannt. Er hofft nun sehr, dass die Polizei die Männer findet. Was für eine Strafe ihnen dann gegeben werden müsste, kann er nicht sagen. Doch eines weiss er: «Jemanden von hinten in einer Bahnhofunterführung niederschlagen – das kann es einfach nicht sein!»
* Name bekannt