Darum gehts
- Zug nach Basel hielt ausserplanmässig in Aarau für gestrandeten Passagier
- SBB organisierte Halt, damit Reisender seinen Flug aus Zürich erreichte
- Zug erreichte Basel pünktlich trotz Sonder-Stopp in Aarau
Er wollte zum Flughafen Zürich, landete aber im falschen Zug. Anstelle auf dem Weg nach Kloten zu sein, begriff der Fahrgast rasch: Er befindet sich en route nach Basel. Sein Flug am Montagmorgen schien somit bereits gelaufen – doch statt einer Busse gab es ein Happy End.
So kam ihm der Zugbegleiter extrem entgegen und organisierte kurzerhand einen ausserplanmässigen Halt in Aarau AG. So konnte der Pechvogel rechtzeitig umsteigen. Und: Der Zug traf am Ende trotzdem pünktlich am Basel SBB ein.
«Ausserplanmässiger Halt organisiert»
Die SBB bestätigen die Aktion gegenüber Watson. Sprecherin Mara Zenhäusern erklärt: «Im Fall von Montagmorgen war es möglich, einem Reisenden zu helfen, der versehentlich in den falschen Zug eingestiegen war. Es wurde ein ausserplanmässiger Halt organisiert, ohne dass dadurch die Pünktlichkeit des Zuges beeinträchtigt wurde.»
Das Zugpersonal suche immer nach der besten Lösung für die Kundschaft, so Zenhäusern weiter: «In besonderen Situationen prüfen sie, welche Lösung sowohl für die betroffene Person als auch für den Bahnbetrieb sinnvoll und umsetzbar ist.»
Nicht die erste Extrawurst
Es ist nicht das erste Mal, dass die SBB so kulant reagieren. Bereits im März stieg ein junger Mann auf dem Weg zum Flughafen versehentlich in einen Direktzug nach Bern. Auch er durfte nach einem Sonder-Stopp in Aarau raus – der Anschlusszug wartete sogar noch auf ihn.
Trotzdem sollen solche Extrawürste selten bleiben. Zenhäusern stellt klar: «Ausserplanmässige Halte sind grundsätzlich sehr selten und werden nur vorgenommen, wenn sie betrieblich möglich und vertretbar sind. Sie stellen daher die Ausnahme und nicht die Regel dar.»