Darum gehts
- Food-Blogger Tizian suchte in Zürichs Bahnhofstrasse teure Restaurant-Tipps, traf auf Ablehnung
- Passanten reagierten teils unhöflich, doch Tizian erhielt letztlich Insider-Tipps
- 70'000 Abonnenten, Fazit zum Zürcher-Geschnetzelten: «Hausmannskost, die Herz und Seele wärmt»
Der deutsche Food-Blogger Tizian suchte letzte Woche die Zürcher Bahnhofstrasse auf. Seine Mission: Herausfinden, wo die Reichen essen gehen. Gutgelaunt fragte er Passanten nach ihren Lieblingsrestaurants. Dabei machte er nicht nur positive Erfahrungen.
Tizian, der auf seinem Youtube-Kanal Schmiddi Schmeckts regelmässig Restaurants und Food-Spots testet, wollte erstklassige Restaurant-Empfehlungen erhalten. Stattdessen kassierte er einen Korb nach dem anderen. Niedergeschlagen sagt er in seinem Video, dass die Leute ihm teilweise das Gefühl gaben, «Mensch zweiter Klasse» zu sein. Einige hätten sogar ihre Handtaschen an sich gepresst — als wäre er ein Dieb.
Die Kommentare fallen unterschiedlich aus
Das Verhalten der Passanten blieb auch von seinen Zuschauern nicht unbemerkt. «Ich bin selbst aus der Schweiz und finde es einfach peinlich, wie unhöflich manche Schweizer sind!», meint jemand in den Kommentaren. Ein Berner Oberländer witzelt, dass er sich an der Bahnhofstrasse auch nicht einheimisch fühle.
Andere raten dem Münchner wiederum dazu, direkt mit der Frage in das Gespräch einzusteigen. «In Zürich werde ich ständig von Bettlern oder Betrügern angequatscht, nimm es nicht persönlich, wenn die Leute skeptisch sind.»
Es hat sich gelohnt
Auch wenn zu Beginn niemand mit ihm sprechen wollte, blieb Tizian hartnäckig. Das Ergebnis: Er erhielt doch noch mehrere Insider Tipps. Diese führten ihn vom Dolder Grand Hotel auf dem Zürichberg bis in den Zeughauskeller am Paradeplatz.
Der Food-Blogger hat sich für seine 70'000 Abonnenten schon durch viele Küchen gefuttert. Sein Fazit zu Zürcher-Geschnetzeltem mit Rösti? «Der Inbegriff von Hausmannskost», und weiter: «Es füllt nicht nur den Magen, sondern wärmt auch Herz und Seele.»
Weil sich Tizian explizit teure Restaurants aussuchte, nahm er die Rechnungen mit Fassung entgegen.
Generell sorgen die berüchtigten Schweizer-Preise bei Touristen häufig für eine Überraschung — sowohl positiv als auch negativ.
US-Amerikaner bucht Ski-Ferien in der Schweiz
Im Januar freute sich US-Amerikaner John Oren auf Tiktok über seine günstigen Ski-Ferien in der Schweiz. Mit seiner Familie verbrachte der Vater aus Los Angeles mehrere Tage in Zürich und insgesamt drei Tage auf der Skipiste in Engelberg. Sein Fazit: Selbst mit Auslandflug war es günstiger, als wenn sie in den USA Ferien gemacht hätten.
Komiker nimmt Globus-Preise auf die Schippe
Der Deutsch-Amerikanische Doppelbürger Ahmet Bilge hat sich schon an vieles in der Schweiz gewöhnt. Nicht aber an die Globus-Preise in der Delicatessa-Abteilung. In einem Video nahm er den Laden 2023 auf die Schippe. Ironisch kommentierte er darin: «Ich verstehe gar nicht, wie Globus überhaupt Gewinn macht, weil alles so günstig ist. Ich fühle mich fast schlecht, als ob ich noch mehr bezahlen sollte.»
Einkauf von Tiktokerin sorgt für Entsetzen
Andersherum bei der Tiktokerin Madlen. Sie präsentierte 2025 ihren Familieneinkauf aus der Schweiz. Bei ihren Followern löste sie dadurch Entsetzen aus. «Billiger als in Österreich einfach und da verdient man das dreifache», meinte eine Userin. Auch ihre deutschen Follower verstanden die Welt nicht mehr.