Darum gehts
- Schäferhündin Gin verschwand am 7. April in Flims spurlos
- Besitzerin vermutet, dass der Hund von jemandem mitgenommen wurde
- Seit drei Monaten erfolglos gesucht trotz Drohnen und Spürhunden
«Ich will einfach nur meine Hündin zurück», sagt Flurina B.* im Gespräch mit Blick. Ihre schwarze Schäferhündin Ginga zum Blitzstein, kurz Gin, verschwand bereits am 7. April gegen Mittag spurlos von ihrem Hof in Flims GR. Trotz aufwendiger Suchaktionen, unter anderem mit Drohnenflügen und Spürhund-Einsatz, wurde die Hündin noch nicht gefunden.
Flurina B. kann sich nicht vorstellen, dass Gin einfach so davongelaufen ist. «Meine Hündin ist sehr auf mich bezogen und nicht gerade abenteuerlustig. Seit sie acht Wochen alt ist, ist der Hof ihr Zuhause und das hätte sie nur unter ganz speziellen Umständen verlassen.»
Eigentlich laufen Hunde immer auf Wegen
Aber auch wenn die Hündin sich zu einer spontanen Entdeckungsreise aufgemacht hätte, hätte sie beim ersten Magenknurren wieder zurückgefunden, ist sich Flurina B. sicher. «Gin kennt die Gegend und das Gelände vom Ausreiten in- und auswendig.» Mit den örtlichen Gefahren, wie dem Felsbach, sei die Schäferhündin ebenfalls vertraut gewesen.
Der Familie sei schnell aufgefallen, dass Gin fehlte. «Wir haben sofort mit der Suche begonnen.» Der Hof liegt etwas abgelegen in einer touristischen Gegend beim Crestasee und es waren viele Leute auf den Wanderwegen unterwegs – gesehen hatte die Hündin an dem Tag niemand.
Unterdessen sind bereits drei Monate vergangen und Flurina B. hatte mehrere Suchaufrufe gestartet. Meldungen von Sichtungen stellten sich bis jetzt nie als eindeutig heraus. «Falls sie wirklich draussen herumläuft, wird sich ihr körperlicher Zustand unterdessen verändert haben, das macht auch für mich eine Identifizierung auf grössere Distanz nicht einfach», erklärt die Hündlerin.
Falls Gin zurückgegeben wird, stellen wir keine Fragen
Flurina B.s Sorge um Gin wird noch dadurch verstärkt, dass die Hündin an einer Schäferhundkeratitis leidet. Dabei handelt es sich um eine chronische Erkrankung, die ohne Behandlung zur Erblindung führen kann. «Gins Zustand war sehr gut, weil sie regelmässig Augentropfen bekommen hat.» Wenn sie allerdings dauerhaft ohne Medikamente der Sonne ausgesetzt ist, könnte sich das ändern.
Flurina B. kann nicht ausschliessen, dass Gin von jemandem mitgenommen wurde. Die Schäferhündin sei relativ zutraulich und sehr folgsam. Ihre grösste Hoffnung ist, dass Gin in einem Tierheim oder bei der Polizei abgegeben wird. «Sie trägt einen Mikrochip und würde dadurch sofort identifiziert werden.» Auch könne man Gin möglicherweise an ihrem Halsband erkennen. Dabei handelt es sich um ein dünnes schwarzes Band mit Glitzersteinchen.
Hast du die Hündin gesehen oder einen wichtigen Hinweis? Melde dich gerne bei Marco Iten von Dog Mountain unter 079 311 88 33, der die Suche professionell unterstützt. Bei Erfolg würde Flurina B. einen Finderlohn ausbezahlen.
* Name bekannt