Genfer Studie zeigt
Junge Schweizer erkranken häufiger an Darmkrebs

Junge Menschen in der Schweiz erkranken immer häufiger an Darmkrebs. Eine Genfer Studie zeigt, dass das Risiko bei Unter-50-Jährigen seit 1980 jährlich um ein halbes Prozent gestiegen ist. Experten sprechen von einer alarmierenden Entwicklung.
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Eine Genfer Studie zeigt: Junge Menschen in der Schweiz erkranken häufiger an Darmkrebs.
Foto: Shutterstock

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Darmkrebs ist dritthäufigste Krebserkrankung in der Schweiz, besonders bei Jüngeren zunehmend
  • Studie: Risiko für Unter-50-Jährige seit 1980 jährlich um 0,5 Prozent gestiegen
  • Fettleibigkeit seit 1992 in der Schweiz fast verdoppelt, grösster Risikofaktor
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Mattia JutzelerRedaktor News

In der Schweiz ist der Darmkrebs die dritthäufigste Krebserkrankung. Nur Lungenkrebs und Prostatakrebs bei Männern beziehungsweise Brustkrebs bei Frauen kommen noch häufiger vor. Das zeigen die Zahlen der Krebsliga Schweiz. Rund zehn Prozent aller Krebserkrankungen sind auf den Darmkrebs zurückzuführen.

In Zukunft könnte diese Krankheit aber zu einem noch grösseren Problem werden. Wie eine Studie der Universität Genf zeigt, leiden junge Menschen in der Schweiz immer häufiger an Darmkrebs. Die Forscher sprechen von einer «alarmierenden» Entwicklung.

Anstieg bei Unter-50-Jährigen

Für die Studie wurden fast 100'000 Fälle von Darmkrebserkrankungen aus den Jahren 1980 bis 2021 untersucht. Die Ergebnisse zeigen: Bei den unter 50-Jährigen ist das Risiko einer Neuerkrankung im Schnitt um ein halbes Prozent pro Jahr gestiegen.

Die Zunahme bei den Jüngeren stehe laut der Studie im Gegensatz zur Entwicklung bei den über 50-Jährigen. Bei ihnen sei das Risiko einer Erkrankung an Darmkrebs zurückgegangen, unter anderem dank Früherkennungsprogrammen.

Risikofaktor Übergewicht

Warum nun aber diese Entwicklung? Es könnte daran liegen, dass sich jüngere Menschen immer weniger bewegen und sich immer ungesünder ernähren. Laut dem Deutschen Krebsforschungszentrum sind das zwei der grössten Risikofaktoren für Darmkrebs. Zahlen des Bundesamtes für Statistik zeigen, dass sich die Anzahl der Menschen in der Schweiz, die unter Fettleibigkeit leiden, seit 1992 fast verdoppelt hat.

Auch das Rauchen von Zigaretten und übermässiger Alkoholkonsum würden das Risiko einer Erkrankung erhöhen. Wer darauf verzichtet oder seinen Konsum zumindest stark einschränkt, der tut seiner Darmgesundheit sicher etwas Gutes.

Gesunde Ernährung und viel Bewegung

Darüber hinaus empfiehlt das Deutsche Krebsforschungszentrum zur Prävention von Darmkrebs logischerweise regelmässige Bewegung und eine gesunde Ernährung. Besonders der Verzehr von rotem Fleisch, beispielsweise Rindfleisch, sowie Wurstwaren sollte eingeschränkt werden.

Weiter wird empfohlen, ausreichend Ballaststoffe zu sich zu nehmen. Etwa in Form von Gemüse, Vollkornprodukten oder Hülsenfrüchten wie Linsen und Erbsen. Die Schweizer Gesellschaft für Ernährung empfiehlt den Verzehr von 30 Gramm Ballaststoffen pro Tag für eine erwachsene Person. So viel steckt beispielsweise in etwa 300 Gramm Haferflocken.

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