Darum gehts
- Pfingstwochenende: Temperaturen bis 30 Grad, Strandfeeling am Murtensee in Salavaux
- Salavaux bietet Europas längsten natürlichen Süsswasser-Sandstrand mit Meeresstimmung
- Strand ist knapp 10 Minuten lang, ideal für Spaziergänge und Erholung
30 Grad über Pfingsten, Sonne satt und volle Badis: In der Schweiz herrscht Sommer-Euphorie. Wer zum Baden weder ans Mittelmeer noch in die Karibik fliegen will, wird in der Westschweiz überrascht. In Salavaux VD am Murtensee soll sich der längste natürliche Süsswasser-Sandstrand Europas befinden – zumindest wirbt die Region damit.
Doch kann man in der Schweiz wirklich einen Strandtag wie in Rimini verbringen? Blick probiert es aus.
Die Reise beginnt am Bahnhof Winterthur, endet aber überraschend schnell im Ferienmodus. Über Bern und Ins geht es Richtung Salavaux. Spätestens während der Postauto-Fahrt kommt Strandstimmung auf. Hügelige Landschaften, die eine oder andere Weinrebe und ein glitzernder Murtensee lassen die Vorfreude auf den sonnigen Tag steigen.
Ein sonniger Beginn und ein Hauch Riviera
Wer in Salavaux ankommt und am Campingplatz vorbeischlendert, passiert gepflegte Vorgärten, urchige Holzhäuser und kleine Campinghäuschen. Der Weg zum Strand führt zunächst über Waldboden. Dann lichtet sich das Grün plötzlich und der Murtensee öffnet sich wie ein kleines Meer. Der Blick verliert sich am Horizont, das Wasser glitzert breit und ruhig.
Und schon fühlt man sich hier ans Meer versetzt. Ein wenig wirkt es surreal, in der Schweiz Wellenrauschen zu hören und Sand zwischen den Zehen zu spüren.
Der Strand gilt laut der regionalen Tourismusorganisation mit seinen rund 500 Metern als einer der längsten natürlichen Süsswasserstrände Europas und vor Ort wirkt das keineswegs übertrieben. Wer von einem Ende zum anderen spaziert, ist gut zehn Minuten unterwegs im Schlendergang. Ein bestandener Test für den Strand bis jetzt.
Zwischen Geheimtipp und Gedränge
Das Strandtuch ist ausgebreitet, die Sonnencreme auf der Haut und trotzdem bleibt die Frage, weshalb der Strand nicht längst überlaufen ist. Naïma Teixeira (33) kennt die Antwort.
Die in Salavaux geborene Einheimische besucht den Sandstrand seit ihrer Kindheit. Lange sei er ein Geheimtipp gewesen. «Während Covid hat sich der Sandstrand rumgesprochen», sagt sie.
Ganz entspannt ist die Situation für sie heute nicht mehr. An Wochenenden meidet sie den Strand, dann werde es besonders voll. «Man muss sich anpassen», sagt die 33-Jährige.
Der Strand bietet für so ziemlich alle etwas. Doch zum perfekten Strandtag gehört mehr als Sand und Wasser. Irgendwann meldet sich auch der Hunger.
Wenn der Magen knurrt
Zugegeben: Der Badeort punktet mit Grillstellen, idyllischer Natur und viel Charme. Wer an diesem Donnerstag aber auf kulinarische Höhepunkte hofft, wird in Salavaux nicht wirklich fündig.
Vor dem Restaurant Chez Rosmarie läuft an diesem Tag ein Filmdreh. Das L'Equinox hat zwar geöffnet, versprüht jedoch noch nicht das entspannte Feriengefühl, das man sich erhofft. Das eigentliche kulinarische Highlight wartet allerdings erst in der nächsten Ortschaft.
Anfahrt
Die Hinreise ab Zürich dauert mit dem Zug knapp drei Stunden, ist aber unkompliziert. Über Bern entstehen ebenfalls keine langen Wartezeiten und die Anschlussverbindungen funktionieren einwandfrei.
Wer nicht mit dem ÖV anfährt, kann von den kostenfreien Parkplätzen vor Ort profitieren.
Infrastruktur
Der Sandstrand punktet mit der Infrastruktur und lässt fast keine Wünsche übrig. Eine Dusche beim Wasser, saubere Toiletten und zahlreiche Grillstellen ermöglichen einen angenehmen Badetag. Lediglich die Restaurantoptionen könnten ausgebaut werden.
Preis-Leistung
Wer einen kostengünstigen Tag verbringen möchte, kommt bei diesem Ausflug auf die Kosten. Der Eintritt ist kostenfrei und die Infrastruktur darf ebenfalls gratis genutzt werden.
Auch der Ausflug in die nahe gelegene Kleinstadt Avenches lohnt sich. Für einen Restaurantbesuch mit Getränken, Hauptgang und Dessert zahlt man hier knapp 50 Franken.
Zielpublikum
Sowohl Familien als auch junge Menschen werden sich am Strand erfreuen. In Gesellschaft als auch alleine verbringt man hier einen schönen Tag.
Fazit
Insgesamt lohnt sich der Ausflug ins Waadtland sehr. Der Sandstrand verspricht nicht zu viel – dabei überwältigt er in echt. Wer sich nach Feriengefühlen in der Schweiz sehnt, ist hier genau an der richtigen Stelle.
Anfahrt
Die Hinreise ab Zürich dauert mit dem Zug knapp drei Stunden, ist aber unkompliziert. Über Bern entstehen ebenfalls keine langen Wartezeiten und die Anschlussverbindungen funktionieren einwandfrei.
Wer nicht mit dem ÖV anfährt, kann von den kostenfreien Parkplätzen vor Ort profitieren.
Infrastruktur
Der Sandstrand punktet mit der Infrastruktur und lässt fast keine Wünsche übrig. Eine Dusche beim Wasser, saubere Toiletten und zahlreiche Grillstellen ermöglichen einen angenehmen Badetag. Lediglich die Restaurantoptionen könnten ausgebaut werden.
Preis-Leistung
Wer einen kostengünstigen Tag verbringen möchte, kommt bei diesem Ausflug auf die Kosten. Der Eintritt ist kostenfrei und die Infrastruktur darf ebenfalls gratis genutzt werden.
Auch der Ausflug in die nahe gelegene Kleinstadt Avenches lohnt sich. Für einen Restaurantbesuch mit Getränken, Hauptgang und Dessert zahlt man hier knapp 50 Franken.
Zielpublikum
Sowohl Familien als auch junge Menschen werden sich am Strand erfreuen. In Gesellschaft als auch alleine verbringt man hier einen schönen Tag.
Fazit
Insgesamt lohnt sich der Ausflug ins Waadtland sehr. Der Sandstrand verspricht nicht zu viel – dabei überwältigt er in echt. Wer sich nach Feriengefühlen in der Schweiz sehnt, ist hier genau an der richtigen Stelle.
Pizza zwischen Amphitheater und Schlössern
Mit der kurzen Busfahrt nach Avenches VD beginnt ein kleiner Städtetrip. Im Dorfkern schlummert ein Amphitheater, Menschen geniessen die Mittagsruhe.
Die volle Pizzakarton-Sammelstelle verrät: Hier muss es gute Pizza geben. Aus dem Café d'Avenches strömt ein verlockender Duft.
Tatsächlich rundet das Lokal den Strandtag ab. Die kalten Getränke, eine krosse Pizza und erfrischende Glace zum Abschluss zwischen Amphitheater und alten Schlössern bestätigen, dass man in der Schweiz durchaus einen Strandtag wie am Meer verbringen kann.