Darum gehts
- Flug von Zürich nach Pristina am Samstag mit sechs Stunden Verspätung
- Technischer Defekt zwang Chair Airlines zu Ersatzflugzeug und späterem Abflug
- Abflug um 23.24 Uhr, Passagiere erhielten Essens- und Getränkegutscheine
Die Herbstferien haben in einigen Kantonen begonnen, am Flughafen Zürich wuseln wieder mehr Menschen durch die Hallen. Unter ihnen: die Familie von Blick-Leser Ardit T.*. «Meine Frau und unsere zwei Kinder wollten mit Chair Airlines von Zürich nach Pristina fliegen», erzählt er am Samstagabend. Er selbst reiste nicht mit.
Geplant war der Abflug um 16.55 Uhr. «Der Flug wurde immer wieder verschoben», so der Vater. «Die Passagiere sassen stundenlang am Gate und bekamen keine klare Auskunft darüber, warum es zu dieser massiven Verspätung kam und wann der Flug tatsächlich startet.»
«Die Passagiere sitzen stundenlang»
Was ihn besonders beschäftigte: «Das ist für Familien mit Kindern sehr belastend.» Der Stress und die fehlenden Informationen seien für seine Frau sehr mühsam gewesen. Auch der Anruf beim Kundenservice stellte T. nicht zufrieden. «Die Passagiere warteten und wussten nicht, wann es endlich losgeht.»
Der Flug hob schlussendlich doch noch ab – mit rund sechs Stunden Verspätung ging es um 23.24 Uhr dann Richtung Kosovo.
Airline entschuldigt sich
Auf Anfrage von Blick erklärte Chair, wie es zu der Verspätung kam. «Das ursprünglich eingeplante Flugzeug konnte wegen eines technischen Defekts leider nicht eingesetzt werden», so Mediensprecher Nicolas Bühler. «Wir haben deshalb ein Ersatzflugzeug bereitgestellt, das erst am Abend nach Pristina starten konnte.»
Dass die lange Wartezeit ärgerlich ist, verstehe er. Zur Entschädigung seien Gutscheine verteilt worden, um sich am Flughafen mit Essen und Getränken zu versorgen. Die Vorwürfe, die Passagiere und Passagierinnen seien vor Ort nicht informiert worden, wies er zurück. «Wir bedauern die Unannehmlichkeiten für unsere Fluggäste sehr. Wir möchten natürlich alle pünktlich an ihr Ziel bringen», so Bühler.
Doch wenn ein Flugzeug wegen eines technischen Defekts nicht eingesetzt werden könne, habe die Sicherheit «immer Vorrang».
* Name geändert