Treffen auf dem Bürgenstock für Freitag abgesagt
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EDA teilt mit:Treffen auf dem Bürgenstock für Freitag abgesagt

Chaos um Bürgenstock-Gipfel in Nidwalden – Anwohner klagen über Krach
«Wir können nicht schlafen, jetzt schon die zweite Nacht»

Grossaufgebot am Bürgenstock: Die Schweiz sperrt Strassen und stationiert Soldaten für einen Friedensgipfel zwischen den USA und dem Iran. Doch nach einer Absage herrscht Verwirrung – beginnen die geheimen Verhandlungen dennoch bald?
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Ein Hin und Her auf dem Bürgenstock. Ein geplanter Friedensgipfel zum USA-Iran-Konflikt wurde am Freitag kurzfristig abgesagt.
Foto: PD

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Friedensgipfel auf dem Bürgenstock kurzfristig abgesagt, Strassen gesperrt, Armee im Einsatz
  • Betroffene Gäste in Spitzenhotels umquartiert, Anwohner und Touristen verärgert
  • 2000 Armeeangehörige mobilisiert, 90 Staaten bei Ukraine-Konferenz 2024 beteiligt

Die Schweiz bereitet innert weniger Tage einen internationalen Friedensgipfel auf dem Bürgenstock vor, räumt Hotelzimmer, sperrt Strassen und organisiert die Armee zum Schutz. Am Freitagmorgen dann eine Absage: Vorläufig finde im Bürgenstock-Resort noch gar nichts statt. Doch am Nachmittag herrscht plötzlich wieder geschäftiges Treiben. Das zusätzliche Personal muss auf einmal bis Montag bleiben. Also kommt es doch zu Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran? Am Checkpoint in Obbürgen NW herrscht Unsicherheit.

Anwohner und Touristen verunsichert

Trotz scheinbarer Absage des Gipfels auf dem Gipfel wird die Zufahrt zum Hotel weiter streng kontrolliert. Niemand kommt ohne Badge an der Obbürger Schule vorbei in Richtung Bürgenstock. Das erlebt auch Luisa Zeqiri-Jann (31), die ihre Tochter zu ihren Eltern in den gesperrten Teil von Obbürgen NW bringen möchte. Ganz so einfach ist das aber nicht.

Zeqiri-Jann ist nicht angemeldet und hat auch keine Passiererlaubnis. Sie muss das Auto vor dem Checkpoint parkieren und wird von einem Polizisten zur Registrierung begleitet. Danach darf sie samt Baby im Kinderwagen ins Sperrgebiet. Ihr früheres Zuhause habe sich in den letzten Jahren sehr gewandelt, so Zeqiri-Jann. «Der Bürgenstock ist nicht mehr derselbe wie früher. Gerade bei solchen Grossanlässen sieht man überall Polizei und Sicherheitskräfte.»

Auch die direkten Anwohnerinnen des Checkpoints sind verunsichert. Grösstes Problem: «Der Lärm in der Nacht», sagt eine junge Mutter. «Das Baby ist schon gar nicht erst eingeschlafen.» Zu laut sei das Hauptquartier von Polizei und Militär.

Das Gleiche sagt die Anwohnerin auf der anderen Strassenseite des Checkpoints: «Wir können nicht schlafen, jetzt schon die zweite Nacht. Wir sind sehr tolerant, aber wir machen uns Sorgen für die Zukunft.» Im Dorf erzähle man sich nämlich, dass die Verhandlungen ein Probelauf seien, und künftige hochklassige Veranstaltungen vermehrt hier stattfinden sollen. Der Checkpoint würde dann wieder hier neben ihrem Haus positioniert sein, denn das Land gehöre dem Bürgenstock.

«Die Polizei schwieg dazu»

Der Rentner Bernd Jauernick, ein Tourist aus Deutschland, wurde von den Gegebenheiten überrascht. Er erzählt: «Wir wollten heute eigentlich nur in die Schweizer Bergwelt eintauchen. Lange wussten wir gar nicht, weshalb wir nicht hochkommen, die Polizei schwieg dazu.» Der Bürgenstock sei aber absolut weiterzuempfehlen, «ausser, wenn Trump kommen soll», scherzt Jauernick. Er und seine Begleiterin werden nun versuchen, ein Alternativprogramm zu finden: «Der freundliche Busfahrer hat uns empfohlen, einen Ausflug nach Emmetten NW zu machen.»

Für den geplanten Friedensgipfel zwischen den USA und dem Iran auf dem Bürgenstock musste das Luxusresort vollständig geräumt werden. Betroffene Gäste wurden kurzfristig in andere Spitzenhotels der Region umquartiert – unter anderem in den Schweizerhof Luzern, das Kempinski Palace Engelberg und in das Hotel Victoria Jungfrau in Interlaken.

Der Chauffeur eines Kleinbusses sagt zu Blick: «Ich habe für die 300-köpfige Gruppe gearbeitet, die wegen Trump raus musste. Sie kamen für einen IT-Kongress. Wir mussten am Mittwoch für die Teilnehmer kurzfristig Fünf-Sterne-Unterkünfte finden. Wir haben sie bis Interlaken verteilt.»

Armee steht Gewehr bei Fuss

Auch internationale Berichterstatter stehen nur vor verschlossenen Türen, so wie Ahmad Samadi (51) von «Iran International», einer unabhängigen Fernsehstation aus London. Er sagt: «Ich kam für drei Tage nach Stans, um über das Treffen zu berichten.» Am Samstag reise er aber wieder ab. Er glaube nicht, dass es noch zu Verhandlungen in der Schweiz kommen werde.

Bis vor kurzem hiess es aber dennoch, dass es in der Schweiz zu einem Treffen kommen könnte. Daher bleibt man hier bereit. Am Freitagmorgen bestätigte das EDA offiziell: Die Armee bleibe mit bis zu 2000 Armeeangehörigen in Stellung, auch das Resort bleibt vorerst abgesperrt.

Auch Chauffeur Vico Baraban (69) hat vernommen, dass es am Samstag weitergeht, und viele Angestellte sogar bis am Montagabend bleiben müssten. Er fährt das Personal von der vorläufigen Endstation «Alte Post» zum Bürgenstock und ist dadurch gut informiert.

Was tatsächlich auf dem Gipfel abläuft, ist streng geheim. Laut Chauffeuren sind bereits Delegationen aus den Emiraten und aus Pakistan oben, und bald sollen auch Verhandler aus den USA dazustossen.

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