Forschung an gefährlichen Viren und Krankheitserregern
Risse in Testgebäude des Labors Spiez BE

Risse im Labor Spiez: Gebäude aus den 1930er- und 80er-Jahren zeigen altersbedingte Schäden, die die Sicherheit gefährden. Nun sind umfassende Renovationen geplant, um den Schutz vor atomaren, biologischen und chemischen Gefahren zu sichern.
Kommentieren
1/4
Gewisse Gebäude des Labors Spiez erfüllen die hohen Sicherheitsanforderungen nicht mehr.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Labor Spiez muss wegen Gebäude-Rissen umfassend renoviert werden
  • Risse durch Alterung und Experimente wie Druckwellen-Tests entstanden
  • Gebäude aus den 1930er- und 1980er-Jahren werden modernisiert
Mattia_Jutzeler_Redaktor News_Blick_1.jpg
Mattia JutzelerRedaktor News

Im Labor Spiez BE werden von Wissenschaftlern des Bundes unter anderem gefährliche Viren und Krankheitserreger gelagert und erforscht. Eine solche Einrichtung sollte eigentlich keine Risse aufweisen.

Genau das ist in gewissen Teilen des Labors aber der Fall. Wie RTS berichtet, weist etwa das Gebäude, in dem mechanische Tests mit Druckwellen durchgeführt werden, Risse auf. Das Labor Spiez führt die Mängel in der Infrastruktur auf «altersbedingte Ermüdungserscheinungen» der Gebäude zurück. Gebaut wurden diese in den 30er- und den 80er-Jahren.

Umfassende Renovationsarbeiten geplant

Neben den Altersspuren an den Gebäuden haben auch einige Experimente innerhalb des Labors Schäden angerichtet. An den Decken gewisser Räume sind Löcher sichtbar, da dort die Widerstandsfähigkeit von Materialien getestet wird, die etwa für den Bau neuer Bunker eingesetzt werden.

Das Labor Spiez betont trotzdem deutlich, dass die geltenden hohen Sicherheitsanforderungen jederzeit erfüllt sind. Trotzdem müssen die betroffenen Gebäude nun umfassend renoviert werden, da sie das Ende ihres Lebenszyklus erreicht haben. Bauarbeiten sind im Hauptgebäude und in zwei angrenzenden Anlagen vorgesehen. 

«Wir werden die Labore modularer betreiben können. Sie werden alle gleich ausgestattet sein, damit ihre Nutzung einfacher den Bedürfnissen angepasst werden kann», erklärte der Direktor des Labors RTS. Das Ziel der Renovation sei es laut dem Direktor, «weiterhin den atomaren, biologischen und chemischen Schutz der Schweiz und auf internationaler Ebene gewährleisten zu können».

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen