Alle 19 Standorte zu
Sanierung gescheitert – Berner Hofladenkette Rüedu ist pleite

Seit 2024 kämpfte das Start-up Rüedu mit Sitz in Bern ums Überleben. Jetzt ist die Hofladenkette des ehemaligen Bernexpo-Chefs Tom Winter gescheitert. Gutscheine und Bestellungen verfallen, Lieferanten bleiben auf ihren Waren sitzen.
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Die Berner Hofladenkette Rüedu schliesst alle Standorte.
Foto: Rüedu

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Berner Hofladenkette Rüedu stellt ihren Betrieb nach sechs Jahren sofort ein
  • Finanzierung scheiterte trotz zweijähriger Sanierung und Gesprächen mit Investoren
  • Kunden können Gutscheine nicht mehr einlösen, Rückerstattung nur übers Konkursamt möglich
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Bernadette HoggRedaktorin Wirtschaft

Nach sechs Jahren ist es vorbei: Die Berner Hofladenkette Rüedu ist Geschichte, wie das Unternehmen mit Sitz in Bern am Dienstag bekanntgibt. «Mit grossem Bedauern müssen wir euch mitteilen, dass wir unseren Geschäftsbetrieb per sofort einstellen», schreibt das Start-up auf seiner Website. 

Die Probleme haben sich seit längerem abgezeichnet: Das 2020 von Jürg Burri (53) und dem ehemaligen Bernexpo-Chef Tom Winter (51) gegründete Unternehmen befand sich seit zwei Jahren in der Sanierung. Die ambitionierten Expansionspläne – einst waren 50 Standorte das Ziel – erlitten einen Dämpfer, als eine Pilotphase in Zürich scheiterte. Zuletzt betrieb Rüedu noch 19 Standorte, alle in der Region Bern.

Anfang Jahr startete Konkursverfahren

Bereits am 21. Januar eröffnete ein Einzelgericht den Konkurs über Rüedu. Damals zeigte sich Rüedu-Geschäftsführerin Karin Ingold gegenüber der «Berner Zeitung» noch zuversichtlich: Sie hatte Beschwerde gegen das Konkursverfahren eingelegt. Die Geschäftsführerin nannte ein Versäumnis als Grund für das Verfahren. Man habe versehentlich eine Rechnung zu lange nicht beglichen, weshalb die Steuerverwaltung die Betreibung eingeleitet habe.

Doch neuer Rückenwind blieb für Rüedu aus. Der Hofladenkette ist das Geld ausgegangen. «Trotz mehrerer vielversprechender Finanzierungsgespräche konnte die erforderliche Finanzierung letztlich nicht sichergestellt werden», heisst es in der Medienmitteilung. Der Hofladenbetreiber musste bei Gericht eine Überschuldungsanzeige einreichen.

«Danken von Herzen für die Treue»

Für die wenigen Mitarbeitenden, die Kunden und die Lieferanten ist die endgültige Schliessung eine schlechte Nachricht. Alle Jobs sind weg. Und Gutscheine können nicht mehr eingelöst werden. Offene Bestellungen für Geschenkkörbe werden nicht mehr ausgeführt, schreibt das Unternehmen auf seiner Website. Die Lieferanten werden nun zu Gläubigern und müssen ihre Ansprüche beim Konkursamt geltend machen.

Die Rüedu-Geschäftsführung bedauert das Firmen-Aus: «Wir waren überzeugt von unserem Rüedu und unserem gemeinsamen Weg nach vorne», schreibt sie in der Mitteilung. Und weiter: «Wir danken euch von Herzen für eure Treue und die vielen schönen Begegnungen in den vergangenen Jahren.»

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