Darum gehts
- In Bottmingen BL wurde bei einer Lehrperson Tuberkulose festgestellt
- Über 100 Schüler vorsorglich im UKBB medizinisch untersucht
- Tuberkulose heute gut behandelbar, Ansteckung erfordert engen, langen Kontakt
Bei einer Lehrperson an der Primarschule Bottmingen BL wurde Tuberkulose festgestellt. Das teilt die Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion des Kantons Basel-Landschaft am Mittwoch mit.
Da sie mehrere Klassen unterrichtet und Kontakt zu mehr als 100 Schülerinnen und Schülern im Alter von 8 bis 12 Jahren hatte, wurde vorsorglich eine Umgebungsuntersuchung angeordnet. Die betroffenen Kinder werden dazu medizinisch am Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB) abgeklärt. Die Schulleitung hat die betroffenen Eltern am Mittwochnachmittag in Zusammenarbeit mit der Lungenliga und dem Kantonsärztlichen Dienst Basel-Landschaft informiert. Für Fragen der Eltern steht eine Hotline zur Verfügung.
Wie gefährlich ist Tuberkulose?
Die betroffenen Schülerinnen und Schüler werden gruppenweise am UKBB abgeklärt. Die Untersuchung umfasst eine ärztliche Beurteilung und – falls medizinisch angezeigt – eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs. Das genaue Vorgehen richtet sich nach dem Alter der Kinder und den medizinischen Vorgaben.
Die Lehrperson befindet sich in medizinischer Behandlung und unterrichtet aktuell nicht mehr. Der Schulbetrieb könne wie gewohnt weitergeführt werden, heisst es in einer Medienmitteilung der Gesundheitsdirektion. Schülerinnen und Schüler sowie
Lehrpersonen, die keinen engen und regelmässigen Kontakt mit der betroffenen Lehrperson hatten, müssen nicht untersucht werden. Bei anhaltendem Husten oder länger anhaltendem Fieber wird empfohlen, den Kinderarzt oder den Hausarzt zu kontaktieren.
Tuberkulose wird über die Raumluft übertragen. Eine Ansteckung setzt in der Regel einen längeren und engeren Kontakt mit einer an Tuberkulose erkrankten Person voraus. Da im Schulunterricht über längere Zeit Kontakte im gleichen Raum stattgefunden haben, werden die betroffenen Schülerinnen und Schüler vorsorglich untersucht. Tuberkulose ist heute gut behandelbar. Mit der Umgebungsuntersuchung sollen mögliche Ansteckungen frühzeitig erkannt und bei Bedarf weitere medizinische Massnahmen eingeleitet werden.