Darum gehts
- Das Tauchsafariboot «Galatea» sank Mitte März 2026 vor den Seychellen
- Unter den drei Toten sind Ex-UBS-Top-Manager Samuel S. und Ehefrau
- Von 13 Personen an Bord wurden 10 gerettet, 7 davon Schweizer
Das Tauchsafariboot «Galatea» ist Mitte März 2026 vor der Seychellen-Insel Marie-Louise gesunken. In der Folge galten drei Personen als vermisst: zwei Schweizer und ein Crew-Mitglied. Über Tage wurde nach ihnen gesucht – inzwischen wurde die Suche eingestellt. Die Vermissten gelten jetzt als tot.
Blick-Recherchen zeigen: Bei den zwei Schweizern handelt es sich um Ex-UBS-Spitzenmanager Samuel S.* (†63) und dessen Frau Simona S.* (†59). Das Paar lebte in einer Villa samt Pool nahe Basel, auf Baselbieter Boden. Es hinterlässt eine 22-jährige Tochter.
Gemäss Blick-Informationen gehörte das Paar zur Basler High-Society, verhielt sich aber äusserst diskret. Es gibt kaum Medienberichte über die beiden.
Auf Social Media zeigten sich Samuel S. und seine Frau Simona S. sehr tierliebend: Sie ging reiten, präsentierte gerne ihr Pferd. Er hingegen zeigte Delfine. Zu ihm heisst es bei seinem aktuellen Arbeitgeber: «Seine Freizeit verbringt er gerne bei möglichst vielfältigen Aktivitäten.»
Über 30 Jahre Finanzanlageerfahrung
Samuel S. ist über die Jahre hinweg in der Finanzbranche in die Spitzenklasse aufgestiegen. Er promovierte 1987 an der Basler Uni in Wirtschaftswissenschaften, arbeitete für den Schweizer Bankverein und später bei der UBS. Dort war er 22 Jahre lang in verschiedenen Führungspositionen tätig. So leitete er zuletzt das Europageschäft beim Asset-Management der UBS.
Inside Paradeplatz schreibt hierzu ebenfalls, dass Samuel S. in den Nullerjahren zu den 150 Group Managing Directors (GMD) der UBS gehörte. Heisst: Diese Leute waren die Spitzenklasse gleich unter der Konzernleitung. Die NZZ vermeldete 2009, dass Samuel S. das Unternehmen verlässt und es intern zu einer Umstrukturierung kommt.
Gemäss seiner aktuellen Jobbeschreibung gründete Samuel S. 2011 ein eigenes Finanzplanungsunternehmen. Dieses fusionierte 2024 mit seinem letzten Arbeitgeber. Er war Senior Partner. Ausserdem war er Chairman in einem Anlageberatungsunternehmen.
Betreiber in U-Haft
Weiter schreibt Inside Paradeplatz, dass der tragische Tod von Samuel S. und seiner Frau ihre Wohngemeinde enorm beschäftige.
Es wird angenommen, dass das Paar seine Kabine im hinteren Teil der Yacht hatte. Während des Sturms am 13. März 2026 soll das Boot vor Marie Louise Island schnell gesunken sein – offenbar mit dem Heck voran.
Insgesamt befanden sich an dem Freitagmorgen wohl 13 Menschen an Bord. Zehn konnten gerettet werden, darunter sieben weitere Schweizer. Der Bootseigentümer und Betreiber der «Galatea» – ein 61-jähriger französischer Staatsbürger – kam für zwei Wochen in U-Haft. Ihm wird «rücksichtsloses und fahrlässiges Handeln» vorgeworfen. Auch wird er gemäss Polizei der «Beförderung von Personen auf dem Wasser gegen Entgelt in einem unsicheren oder überladenen Wasserfahrzeug» verdächtigt.
* Namen geändert