«Wir bekommen alles, was wir wollten»
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Trump zu Grönland-Deal:«Wir bekommen alles, was wir wollten»

Abkommen statt Annexion
Trumps Grönland-Deal basiert auf vier Säulen

Die USA bekommen Grönland nicht. Dafür steht ein neuer Deal zwischen der USA, Dänemark und Grönland. Einem Bericht zufolge basiert er auf vier Säulen.
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US-Präsident Donald Trump hat einen Deal in der Grönland-Frage erzielt.
Foto: AP

Am Mittwochabend konnte Europa aufatmen. Donald Trump (79) ist von seinen Plänen, Grönland einzunehmen, abgerückt. Stattdessen verkündete der US-Präsident am Rande des Weltwirtschaftsforums WEF in Davos einen Deal. Es ist die Rede von einem Rahmenabkommen. Zu diesem Abkommen sickern nun neue Informationen durch.

Wie «Welt» unter Berufung auf Nato-Kreise berichtet, basiert der Deal auf vier Pfeilern, welche nun ausgearbeitet werden sollen. Erstens sind die Zolldrohungen der USA gegen Europa nun kein Thema mehr.

Zweitens erhält Trump «sein Prestigeprojekt». Das alte Stationierungsabkommen von 1951 wird neu verhandelt. Dabei wird der Bau des Raketenabwehrsystems «Golden Dome» berücksichtigt. Zur Erinnerung: Trump hatte die Übernahme Grönlands als unverzichtbar erklärt. «Die Vereinigten Staaten brauchen Grönland aus Gründen der nationalen Sicherheit. Es ist für den Golden Dome von entscheidender Bedeutung», schrieb er vergangene Woche auf Truth Social.

USA erhalten Vetorecht

Drittens sichert Europa den USA ein Mitspracherecht bei der Investitionskontrolle zu. Die USA sollen ein Vetrorecht erhalten für den Fall, dass Staaten, die nicht Nato-Mitglied sind, Rohstoffe in Grönland abbauen wollen oder Infrastruktur kaufen wollen. Dieser Punkt dürfte vor allem gegen China und Russland gerichtet sein.

Viertens erklären sich die europäischen Nato-Partner gemäss «Welt» bereit, sich stärker in der Arktis zu engagieren.

Gespräche werden fortgesetzt

Nato-Generalsekretär Mark Rutte (58) sieht beim politischen Streitthema Grönland noch viel Arbeit vor den beteiligten Parteien. In Gesprächen mit US-Präsident Donald Trump am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos sei man am Mittwoch übereingekommen, dass man die Arktisregion gemeinsam schützen müsse, sagte der Niederländer dem US-Sender Fox News. Natürlich würden die USA aber auch ihre Gespräche mit Grönland und Dänemark fortsetzen, wenn es etwa darum gehe, einen Zugang Russlands und Chinas zur Wirtschaft Grönlands zu verhindern.

Die Frage, ob der Rahmen für ein mögliches Grönland-Abkommen, den Trump zuvor verkündet hatte, vorsehe, dass die weitgehend autonome Arktisinsel weiterhin zum Hoheitsgebiet Dänemarks gehöre, beantwortete Rutte nicht abschliessend. Das Thema sei in seinen Gesprächen am Abend nicht mehr zur Sprache gekommen, sagte er. Der Schwerpunkt dabei lag demnach auf dem Schutz Grönlands. «Welt» berichtet, die Souveränität Dänemarks bleibe mit dem Deal unantastbar.

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