«Wir bekommen alles, was wir wollten»
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Trump zu Grönland-Deal:«Wir bekommen alles, was wir wollten»

Rahmenabkommen zu Grönland erzielt! Trump verzichtet auf angedachte Zölle
«Ein sehr guter Deal für alle, ein fantastischer für die USA»

Donald Trump und Nato-Chef Mark Rutte haben ein Rahmenabkommen zu Grönland erreicht. Der genaue Inhalt ist unklar, doch die angedachten US-Zölle sollen nun doch nicht erhoben werden.
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US-Präsident Donald Trump gibt Informationen über ein Rahmenabkommen bekannt.
Foto: keystone-sda.ch

Ist die Grönland-Krise gelöst? Auf seiner Online-Plattform Truth Social schrieb Donald Trump (79) am Mittwochabend, dass er ein sehr «produktives Treffen» mit dem Nato-Generalsekretär Mark Rutte (58) gehabt habe. «Dort haben wir den Rahmen für ein künftiges Abkommen in Bezug auf Grönland und sogar die gesamte Arktisregion geschaffen.»

Für die Vereinigten Staaten und alle Nato-Staaten werde diese Lösung, wenn sie umgesetzt wird, von grossem Nutzen sein. «Auf der Grundlage dieser Vereinbarung werde ich die Zölle, die am 1. Februar in Kraft treten sollten, nicht erheben», so der US-Präsident. 

Bekommen die USA Land für eine Basis?

Auch Rutte sprach von einem «sehr guten Ergebnis». Die Nato wolle die Arktis gemeinsam schützen. Doch eine endgültige Lösung scheint nicht vorzuliegen. «Es gibt noch viel zu tun», räumte der Nato-Chef ein. Weder Trump noch Rutte machten Angaben zum Inhalt des möglichen Deals.

Die «New York Times» berichtete unter Berufung auf Nato-Kreise, dass Dänemark Grundstücke auf der grössten Insel der Welt an die USA abtreten könnte. Auf diesem Land, das tatsächlich zu US-amerikanischem Territorium würde, könnten die USA neue Militärbasen errichten.

Keine Schweizer Beteiligung

Kurz nach der Bekanntmachung trat Trump vor die Presse. Zum Rahmenabkommen sagte er, das sei «ein sehr guter Deal für alle, ein fantastischer für die USA». Genaueres wollte er nicht sagen. Es sei «etwas komplex», meinte Trump.

Blick fragte den US-Präsidenten, ob die Schweiz beim Grönland-Deal irgendwie beteiligt war. «No», lautete Trumps kurze Antwort. Die Zusatzzölle scheinen fürs Erste «gebodigt» – auch ohne Schweizer Schützenhilfe.

Mehr Zölle für Dänemark und Co.

Eigentlich hatte Trump angekündigt, per 1. Februar 10 Prozent mehr Zölle auf Warenimporte aus Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Deutschland, Grossbritannien, den Niederlanden und Finnland zu verlangen. All diese Länder wehren sich gegen eine Übernahme von Grönland durch die USA.

Am Abend äusserte sich auch der dänische Aussenminister Lars Løkke Rasmussen. Er sehe positive Signale. «Der Tag endet besser, als er begonnen hat», sagte der Minister dem dänischen Rundfunk in einem Interview. 

Dänemark spricht von «wilden Fantasien»

«Zwei Dinge nehme ich aus Davos mit: Dass Trump sagt, dass er Grönland nicht angreift und dass der Zoll-Krieg auf Standby ist. Das ist positiv.» Trumps Aussagen über die erwähnte Vereinbarung kommentierte er nicht. Er sagt aber, dass er mit Rutte gesprochen habe und ihm dieser von einem guten Treffen mit Trump berichtete. 

Details liess er aus, betonte aber: «Es wird nicht passieren, dass die USA Grönland besitzen.» Trumps Ambition dahingehend bezeichnete er als «wilde Fantasien»

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