Wegen Friedensnobelpreis-Klatsche
Trump denkt nicht mehr «ausschliesslich» an den Frieden

Weil Norwegen beschlossen habe, ihm den Friedensnobelpreis nicht zu verleihen, ist Donald Trump gekränkt und zieht Konsequenzen. Er fühle sich nicht mehr verpflichtet, «ausschliesslich an Frieden zu denken»
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US-Präsident ist zerknirscht darüber, dass ihm der Friedensnobelpreis vorenthalten wird.
Foto: keystone-sda.ch

Vor dem Hintergrund des Konflikts um die Arktisinsel Grönland schrieb US-Präsident Donald Trump (79) den norwegischen Ministerpräsident Jonas Gahr Støre an. Dem 79-Jährigen stösst es sauer auf, dass er den Friedensnobelpreis nicht erhalten soll.

«Angesichts der Tatsache, dass Ihr Land beschlossen hat, mir den Friedensnobelpreis nicht zu verleihen, obwohl ich acht Kriege PLUS beendet habe, fühle ich mich nicht mehr verpflichtet, ausschliesslich an Frieden zu denken», heisst es darin.

«Vollständige und totale Kontrolle über Grönland»

Zwar stehe Frieden immer im Vordergrund, schrieb Trump weiter. Doch nun könne er darüber nachdenken, was gut und richtig für die Vereinigten Staaten von Amerika sei. Schliesslich bekräftigte Trump seine Forderung, dass die USA Grönland kontrollieren müssten: «Die Welt ist nicht sicher, solange wir nicht die vollständige und totale Kontrolle über Grönland haben», schrieb Trump dem Sender PBS und der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge.

Komitee bestimmt über Preis-Vergabe

Der norwegische Ministerpräsident Støre bestätigte der Zeitung «Verdens Gang», dass er Trumps Nachricht am Sonntagnachmittag erhalten habe. «Was den Friedensnobelpreis betrifft, habe ich Trump mehrfach klar erklärt, was allgemein bekannt ist, nämlich dass ein unabhängiges Nobelkomitee den Preis vergibt und nicht die norwegische Regierung.»

Trump sagt schon seit Monaten immer wieder, dass er den Friedensnobelpreis verdient hätte. Wer den Friedensnobelpreis bekommt, bestimmt das norwegische Nobelkomitee.

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