Trumps Keller-Sutter-Bashing in voller Länge
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«Sie ging mir auf die Nerven»:Trumps Keller-Sutter-Bashing in voller Länge

Trump kritisiert und verspottet Karin Keller-Sutter in seiner WEF-Rede
«Sie war ganz aggressiv!»

«Premierministerin» Karin Keller-Sutter sei im letztjährigen Telefonat «aggressiv» gewesen, schimpfte US-Präsident Donald Trump in seiner WEF-Rede. Deshalb habe er einen höheren Zoll verhängt.
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US-Präsident Donald Trump machte sich in seiner WEF-Rede über Karin Keller-Sutter lustig.
Foto: IMAGO/Anadolu Agency

Darum gehts

  • Trump kritisiert Schweiz beim WEF 2026 und kritisiert Keller-Sutter scharf
  • Er verhängte 39 Prozent Strafzoll wegen Handelsbilanzdefizit von 41 Milliarden Dollar
  • Aktueller Zollsatz für Schweizer Produkte beträgt nun 15 Prozent nach Senkung
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Ruedi StuderBundeshaus-Redaktor

US-Präsident Donald Trump (79) dürfte Bundesrätin Karin Keller-Sutter (62) mit seiner WEF-Rede die Zornesröte ins Gesicht getrieben haben. In seiner sprunghaften Rede nahm er nämlich die letztjährige Bundespräsidentin ins Visier. Schon wieder haute er auf sie ein!

«Was zahlt die Schweiz? Nichts!», schimpfte er in Sachen Handelsbilanzdefizit von 41 Milliarden Dollar und spottete über das geschichtsträchtige Telefonat vom letzten Sommer mit «Premierministerin» Keller-Sutter. «Nein, nein, das können Sie nicht tun – bitte tun Sie das nicht. Wir sind ein kleines Land», habe sie immer wieder gesagt. 

«Sie war aggressiv»

«Ja, ein kleines Land mit grossem Defizit», habe er geantwortet. Ihre Bettelei habe ihn verstimmt. «Sie war ganz aggressiv!» Statt 30 Prozent habe er für die Schweiz deshalb 39 Prozent Zoll verhängt.

«Dann ging es drunter und drüber!», so Trump. Dann seien Rolex und viel andere zu ihm gekommen. Er wolle den Menschen ja nichts Böses, deshalb habe er den Zoll wieder etwas gesenkt. Er sei aber fair geblieben. «Jetzt werden die Zölle auch gezahlt!» 15 Prozent sind es gemäss dem geltenden Deal.

«Weil wir nichts in Rechnung stellen»

Die Schweiz sei zwar ein wunderbares Land, lobte Trump. Ihr gehe es aber nur wegen den USA so gut. «Ohne uns wäre die Schweiz nicht die Schweiz», so der US-Präsident. «Weil wir nichts in Rechnung stellen!» Da könne man in die USA kommen und wunderbare Uhren verkaufen.

Er hätte auch 40 oder 70 Prozent Strafzoll verhängen können. «Dann hätten wir Geld gemacht mit der Schweiz, aber das hätte die Schweiz in den Ruin getrieben – das wollte ich auch nicht», sagte Trump. 

Finanzdepartement reagiert kurz angebunden

Auf Blick-Anfrage zeigt sich Keller-Sutters Finanzdepartement kurz angebunden: «Wir gehen davon aus, dass die Bevölkerung in der Schweiz das einzuordnen weiss», sagt Sprecher Pascal Hollenstein.

Schon im August hatte Trump über Keller-Sutter öffentlich gelästert. In einem Interview mit dem US-Sender CNBC lästerte Trump über die Bundespräsidentin. Darin plauderte er wild drauflos. «Ich habe kürzlich etwas mit der Schweiz gemacht. Ich sprach mit der Premierministerin.» Und Trump damals: «Die Frau war nett, aber sie wollte nicht zuhören.»

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