Wegen des Finanzausgleichs
Zug muss eine halbe Milliarde an andere Kantone blechen

Der Kanton Zug muss wieder ordentlich für die Restschweiz zahlen. Der Kanton hat soeben sein neues Budget vorgelegt. Die neuen Zahlen.
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Der Kanton Zug ist der grösste Geldgeber für die anderen Kantone in der Schweiz.
Foto: Sven Thomann

Darum gehts

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  • Der Kanton Zug plant 2027 einen Überschuss von 290,7 Millionen Franken
  • Erstmals über 500 Millionen CHF Finanzausgleichs-Beitrag, Tendenz steigend
  • Pro Kopf zahlt ein Zuger 4001 CHF, ein Walliser erhält 2449 CHF
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Tobias BruggmannRedaktor Politik

Der Kanton Zug ist ein reicher Kanton. Mit 290,7 Millionen Franken Überschuss rechnet er im Budget 2027. Insgesamt will der Kanton rund 2,8 Milliarden Franken einnehmen. Dafür profitieren auch die anderen Kantone, und zwar in Form des nationalen Finanzausgleiches. «Im Jahr 2027 leistet der Kanton Zug erstmals mehr als eine halbe Milliarde Franken», heisst es in einer Medienmitteilung des Kantons. Der Beitrag steige gegenüber dem Budget 2026 um 61,6 Millionen Franken auf 528,9 Millionen Franken. 

«Auch die Tendenz zeigt steil nach oben. Bis 2029 rechnen wir bereits mit Ausgleichszahlungen von rund 600 Millionen Franken», lässt sich SVP-Regierungsrat und Finanzdirektor Heinz Tännler (66) zitieren. «Der Kanton Zug leistet damit einen wichtigen und substanziellen Beitrag zum gesamtschweizerischen Wohlstand.»

Grosse Unterschiede

Mit dem Finanzausgleich sollen wirtschaftlich starke Kantone und der Bund, jene Kantone mit weniger Geld unterstützen. Zug ist der grösste Geldgeber, dahinter folgen Genf und Zürich. Am stärksten profitiert der Kanton Bern, der netto 1,7 Milliarden Franken bekommt. 

Die Dimensionen zeigen sich auch, wenn man es pro Kopf herunterrechnet. Ein Einwohner des Kantons Zug zahlt durchschnittlich 4001 Franken ein, während ein Walliser 2449 Franken erhält. So weit lagen Geber- und Empfängerkantone noch nie auseinander.

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