Albisgüetli-Tagung der SVP
Guy Parmelin sieht die Schweiz «fast nonstop im Krisenmodus»

Die Albisgüetli-Tagung der Zürcher SVP war auch ohne Urgestein Christoph Blocher am Rednerpult ein Erfolg. Roger Köppel und Guy Parmelin hielten die wichtigsten Reden.
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Sitzt dieses Mal nur im Publikum: SVP-Urgestein Christoph Blocher (2. v. l.).
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die Zürcher SVP veranstaltet wieder ihre Albisgüetli-Tagung
  • Dieses Jahr steht etwa Bundespräsident Guy Parmelin am Rednerpult
  • Die Veranstaltung findet seit fast 40 Jahren alljährlich statt
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Die Zürcher SVP hält ihre traditionelle Albisgüetli-Tagung ab. Auch ohne Christoph Blocher (85) als langjähriges Zugpferd am Rednerpult war der Anlass vom Freitagabend ausgebucht.

Anders als sonst war das Rednerpult in diesem Jahr voll in SVP-Hand: Nach alt Nationalrat Roger Köppel (60) hielt Bundespräsident Guy Parmelin (66) eine Rede. Buh-Rufe wie im vergangenen Jahr beim damaligen Bundespräsidenten Beat Jans (61, SP) gab es deshalb für einmal nicht.

Parmelin: «Unvorhersehbares ist zur Regel geworden»

Die Schweiz befinde sich seit einigen Jahren «fast nonstop im Krisenmodus», sagte Parmelin in seiner Rede. «Unvorhersehbares ist zur Regel geworden.» Nach der Corona-Pandemie seien «der Ausbruch des Ukraine-Krieges» und Spannungen bei der Energieversorgung gefolgt. Kurz darauf sei der Zusammenbruch der Credit Suisse gekommen und im letzten Jahr der Zollstreit.

«Nach dem turbulenten Jahr 2025 habe ich mich darauf eingestellt, dass Vieles in meinem zweiten Präsidialjahr nicht planbar sein wird.» Es sei für ihn aber unvorstellbar gewesen, dass das «Fastunmögliche» bereits nach eineinhalb Stunden im neuen Jahr eingetroffen sei. «Das Unglück in Crans-Montana zeigt uns auf krasse Weise, wie unberechenbar, ungewiss und verletzlich das Leben sein kann», sagte Parmelin weiter. 

Seine Gedanken seien auch heute noch bei den vielen Betroffenen, den Toten, Verletzten und ihren Familien. «Die Folgen werden uns noch sehr lange beschäftigen.»

Köppel schiesst gegen EU

Angriffiger war Köppels Rede. Der Verleger schoss vor allem gegen Europa. Die EU drehe den Gesslerhut um, und «wir Schweizer» könnten dann auch noch unser Geld reinwerfen. «Wir sagen, nie und nimmer.»

Im Publikum anwesend waren neben alt Bundesrat Blocher auch SVP-Parteipräsident Marcel Dettling (44), Fraktionspräsident Thomas Aeschi (47) sowie zahlreiche National- und Ständeräte, darunter Blochers Tochter Magdalena Martullo (56).

SVP-Bundesrat Albert Rösti (58) musste krankheitsbedingt absagen. Er leidet schon die ganze Woche an einer Magen-Darm-Grippe. An der Albisgüetli-Tagung treffen sich seit fast 40 Jahren jeweils rund 1000 SVP-Mitglieder zu politischen Reden und einem Abendessen.

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