«Fürchterlich, was passiert ist»
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Pontresina-Gemeindepräsidentin:«Fürchterlich, was passiert ist»

Strengere Vorgaben
Pontresina GR zieht nach Kutschen-Unfall die Schrauben an

Nach dem tödlichen Kutschen-Unfall im Rosegtal mit einem Todesopfer und zwölf Verletzten greift Pontresina durch: Seit Dienstag gelten strengere Sicherheitsvorschriften. Die Gemeinde prüfte die Gespanne jedoch bisher nur optisch.
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Nach dem schweren Kutschenunfall im Rosegtal GR fahren die Gespanne seit Dienstag wieder.

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Tödlicher Kutschen-Unfall im Rosegtal am Samstag: Eine Person tot, zwölf verletzt
  • Kutschenbetrieb in Pontresina ab Dienstag erlaubt, aber mit strengen Auflagen
  • Seit 2009 jährliche Inspektionen vorgeschrieben, bisher meist nur oberflächlich umgesetzt
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Joschka SchaffnerRedaktor Politik

Nach dem tödlichen Unfall im Rosegtal rückt die Sicherheit der Engadiner Kutschen ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Am vergangenen Samstag verunglückte eine Reisegruppe mit einem Kutschengespann. Eine Person starb, zwölf weitere wurden verletzt.

Während die Ermittlungen der Kantonspolizei und Staatsanwaltschaft noch laufen, hat die Gemeinde Pontresina bereits reagiert: So darf der Kutschenbetrieb seit Dienstag wieder aufgenommen werden – jedoch mit strengeren Auflagen.

Nachfrage ist weiter hoch

Die Kutschen im Bündner Tal dürfen vorerst keine Anhänger mehr mitführen. Zudem sind nur Fahrzeuge im Einsatz, die von einem Fachbetrieb auf ihre Funktionsfähigkeit geprüft wurden.

Laut der «Südostschweiz» bleibt die Nachfrage trotz der Tragödie ungebrochen hoch. Auch andere Kutschenbetreiber in der Region würden bisher kaum Auswirkungen spüren. Doch ob der tragische Vorfall langfristig die Nachfrage beeinflusst, bleibt abzuwarten.

Die Sicherheit der Kutschen sollte laut einem 2009 eingeführten Reglement grundsätzlich streng kontrolliert werden. Es sieht unter anderem jährliche Inspektionen der Fahrzeuge und deren Betriebssicherheit vor. Jeder Fuhrhalter benötigt eine Bewilligung des Pontresiner Gemeindevorstands und muss ein Fahrbrevet des Schweizerischen Verbands für Pferdesport vorweisen.

Bisher nur optische Kontrollen

Wie Pontresina nun aber in einer Mitteilung schreibt, ist es in den vergangenen Jahren zumeist bloss zu optischen Kontrollen gekommen. Heisst: Die Kutschen seien vor allem auf Sauberkeit, Beleuchtung sowie den Zustand der Bremsen und Geschirre überprüft worden. Eine vertiefte technische Kontrolle sei bisher ausgeblieben.

Die Gemeinde will zumindest prüfen, ob in Zukunft weitere Kontrollen nötig sind. Ob das Unfallgespann vor dem Unglück den Anforderungen des Kutschenreglements entsprochen hat, lässt sie in ihrer Mitteilung allerdings offen.

Die nachträglichen Prüfungen würden keinen Aufschluss über den Zustand vor dem Unfall geben, betont die Gemeinde. Die bereits verschärften Sicherheitsmassnahmen bleiben nun vorerst in Kraft, bis die Ursachen für den Unfall vollständig geklärt sind.

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