Darum gehts
- Reynard unterstützt Katastrophenopfer mit Soforthilfen und einer geplanten Stiftung
- Er war seit dem ersten Tag an der Seite der Betroffenen
- Nationale Gedenkfeier fand am 9. Januar in Martigny statt
Nun muss die Walliser Justiz liefern. «Und die Regierung muss ihrerseits alles daransetzen, sämtliche Opfer und betroffenen Familien zu unterstützen, zunächst mit Soforthilfen und später über die Stiftung, die wir gründen», sagt SP-Staatsrat Mathias Reynard (38) im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Es sei entscheidend, die Verletzten und alle betroffenen Familien langfristig zu begleiten.
In seiner Funktion als Präsident der Walliser Regierung stand Reynard seit dem ersten Tag der Katastrophe an vorderster Front. «Schon sehr früh wurde mir das Ausmass des Dramas bewusst. Für mich zählte damals vor allem eines: an der Seite der Rettungskräfte zu sein, aber auch bei den Opfern und ihren Familien», sagt Reynard einen Monat später im Rückblick.
«Auf solche Momente kann man sich nicht vorbereiten»
«Man mag Präsident der Regierung sein, doch man bleibt vor allem Mensch. Dieses Drama, das unerträgliche Warten der Familien, die Verletzten, die Verstorbenen, diese ausgelöschte Jugend – auf solche Momente kann man sich nicht vorbereiten», fügte er hinzu.
Zur bewegenden Rede, die er am 9. Januar in Martigny anlässlich der nationalen Gedenkfeier für die Opfer hielt, sagte Reynard: «Ich habe versucht, diesen Text so zu schreiben, wie wir diese Gedenkfeier organisiert haben: mit Demut und Würde.»
Bei dem Brand in der Bar Le Constellation starben in der Silvesternacht 40 Menschen, 116 wurden teilweise schwer verletzt.