Darum gehts
- Pfarrer in Brig-Glis drohte Seelsorge-Stopp wegen fehlender Lohnzahlungen von 750'000 Franken
- Gelder für 65 Angestellte wurden ohne Vorwarnung nicht überwiesen
- Situation laut Pfarrer inzwischen geklärt und «positiv gelöst»
Es ist ein skurriler Streit, der in den vergangenen Wochen offenbar in Brig-Glis VS getobt hat: Weil 750'000 Franken Lohnzahlungen nicht eingetroffen sind, hat der Pfarrer der Stadtgemeinde gedroht. Wenn bis zum 20. August das Geld nicht fliesst, würden einen Tag später die Seelsorgeangebote wie Beerdigungen und Taufen gestoppt werden. Dies berichtet der «Walliser Bote», dem ein entsprechendes Mail an den Briger Stadtpräsidenten vorliegt.
Anders als in den meisten anderen Kantonen in der Schweiz sind im Kanton Wallis die Kirche und der Staat nicht strikt getrennt. Die Gemeinden finanzieren die Pfarreien mit.
65 Angestellte betroffen
Diese Gelder seien jedoch ohne Vorankündigung oder Rücksprache nicht bezahlt worden, schrieb der Pfarrer. Die Löhne der 65 Angestellten hätten deshalb im Juli nur mit Mühe bezahlt werden können, für den September habe sogar gedroht, dass man die Löhne nicht mehr bezahlen könnte.
Doch mittlerweile hat sich die Situation geklärt. Wie der Pfarrer gegenüber der Zeitung sagt, hat sich die Angelegenheit «zwischenzeitlich erledigt» und wurde «positiv gelöst». Weitere Kommentare machen sowohl er als auch der Stadtpräsident von Brig nicht. Der «Walliser Bote» spricht von einem zerrütteten Verhältnis zwischen den beiden.