Heidi Reichinnek kontert Vorwürfe der AfD
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«Was für ein Skandal!»:Heidi Reichinnek kontert Vorwürfe der AfD

Linken-Politikerin Heidi Reichinnek greift AfD-Chefin wegen Kindergeld-Debatte an
«… lieber als 22'000 Euro an Weidel in der Schweiz!»

Der Streit um Alice Weidels Wohnsitz in der Schweiz geht weiter: Linken-Politikerin Heidi Reichinnek greift die AfD-Chefin deswegen immer wieder scharf an – und landet virale Treffer. Zuletzt ging es auch um Weidels Salär.
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AfD-Chefin Alice Weidel lebt mit ihrer Familie auch in der Schweiz. Für politische Gegner ist das immer wieder ein Thema.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • AfD-Chefin Alice Weidel hat einen Wohnsitz in Einsiedeln SZ
  • Linken-Politikerin Reichinnek kritisiert Weidels «politische Doppelmoral» öffentlich im Bundestag
  • Weidel verdient rund 24'000 Euro monatlich als AfD-Co-Vorsitzende und Abgeordnete
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Sven AltermattCo-Ressortleiter Politik

Die Schweiz lässt Alice Weidel (47) nicht los. Auch nicht im Bundestag in Berlin. Die Chefin der Rechtsaussen-Partei Alternative für Deutschland (AfD) lebt mit ihrer Familie in Einsiedeln SZ. Offiziell ist sie im deutschen Überlingen am Bodensee gemeldet, für ihre Arbeit nutzt sie zudem eine Wohnung in Berlin. 

Ihr Domizil in der Schweiz ist längst fester Teil des politischen Schlagabtauschs in Deutschland geworden, wie Blick dokumentiert hat. Besonders eine Politikerin nutzt den Wohnsitz immer wieder als Angriffsfläche: Heidi Reichinnek (38). Die Fraktionschefin der Linken ist eine Art Politstar – und hat sich als eine der prominentesten Gegenspielerinnen Weidels etabliert.

Mit pointierten Reden erzielt sie in den sozialen Medien regelmässig Millionen-Reichweiten. Dabei präsentiert Reichinnek Weidels Leben zwischen Deutschland und der Schweiz immer wieder als Symbol für das, was sie der AfD-Chefin vorwirft: politische Doppelmoral.

Applaus sogar bei Bürgerlichen

Dass diese Strategie für Reichinnek ganz gut funktioniert, zeigte sich zuletzt nach einer Bundestagsdebatte. Ein Videoausschnitt davon wurde hunderttausendfach geteilt. Reichinnek attackierte die AfD mit den Worten: «Ich überweise lieber im Monat 259 Euro an ein Kind in Polen als 22'000 Euro an Ihre Fraktionsvorsitzende in die Schweiz!» Die Partei solle sich «doch mal darum» kümmern.

Damit reagierte Reichinnek auf die Kritik der AfD an Kindergeldzahlungen ins Ausland. Die Partei fordert seit Jahren Einschränkungen bei Leistungen für Kinder, die nicht in Deutschland leben. Reichinnek drehte das Argument um – und machte stattdessen Weidels Leben in der Schweiz zum Thema.

Die Spitze der Linken-Frau löste Beifall bis in die Reihen der Unionsfraktion von Kanzler Friedrich Merz (70) aus, wie im Protokoll verzeichnet ist. Weidel reagierte mit einem – für die Protokollführer nicht verständlichen – Zuruf. In der Regel ignoriert sie Sticheleien wegen ihres Wohnsitzes einfach.

«Wie lebt es sich denn so in der Schweiz?»

Bereits im vergangenen Jahr warf Reichinnek Weidel in einer Debatte «pure Heuchelei» vor: Es gehe der AfD-Chefin nicht um die Menschen in Deutschland, sondern nur um den eigenen Vorteil. 

«Wie lebt es sich in der Schweiz?»
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Reichinnek attackiert Weidel:«Wie lebt es sich in der Schweiz?»

Spöttisch fragte die Linken-Politikerin: «Frau Weidel, wie lebt es sich denn so in der Schweiz mit der doppelten Diät?» Mit «Diät» meinte Reichinnek das Abgeordnetengehalt im Bundestag – so heissen die Bezüge der Parlamentarier offiziell. 

Nicht bekannt ist, wie sich die von Reichinnek genannte Summe von 22'000 Euro genau zusammensetzt. Bekannt ist: Weidel erhält als Bundestagsabgeordnete eine monatliche Diät von rund 12'000 Euro. Hinzu kommt gemäss Angaben aus dem Jahr 2025 eine Zulage von ebenfalls 12'000 Euro für die Co-Führung der AfD-Fraktion. Das ergäbe sogar gut 24'000 Euro pro Monat.

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