Darum gehts
- Polizeieinsatz am Zürcher Friedhof Sihlfeld wegen nächtlicher Feier am 12. Juni
- Städtische Mitarbeiter feierten 25 Jahre Grün Stadt Zürich mit DJ und Buffet
- Rund 300 Gäste vor Ort, Werkhof direkt neben Friedhofsgelände
Beim Zürcher Friedhof Sihlfeld ist es am Freitagabend zu einem ungewöhnlichen Polizeieinsatz gekommen. Auch nach 23 Uhr wurde dort noch gefeiert, wie die «NZZ» berichtete. Ein Anwohner – ein alt Gemeinderat – beschwerte sich, die Polizei rückte aus. Zwar war die Party schon vorbei, als die Patrouille der Stadtpolizei dort ankam – doch wen sie dort antraf, war überraschend. Es waren städtische Mitarbeiter von Grün Stadt Zürich. Diese pflegen und bewirtschaften die öffentlichen Grünflächen in der Stadt.
Eine Sprecherin bestätigte gegenüber der Zeitung, dass das 25-Jahr-Jubiläum mit einem DJ und einem einfachen Buffet gefeiert wurde. Rund 300 Personen seien vor Ort gewesen.
Der Anlass habe aber nicht auf dem Friedhof stattgefunden, sondern auf dem Werkhof, der sich gleich nebenan befinde.
Streit bis vor Bundesgericht
Nur: Die Unterscheidung zwischen Friedhof und dem Werkhof sei kaum feststellbar, schreibt die «NZZ». Der Hof liege hinter den Mauern des Friedhofsareals und unmittelbar davor begrüsse ein Schild die Besucher beim Friedhof Sihlfeld.
Der Streit um die Nutzung des Friedhofs dauert schon länger an. Seit 2018 ist er auch nachts geöffnet, kurz darauf häuften sich die Beschwerden. Der Streit um die Öffnungszeiten ging gar bis vor Bundesgericht.
Die Diskussion dürfte nun weitergehen. Der Anwohner will eine Anzeige gegen die Stadt wegen Ruhestörung einreichen.