Hier rechtfertigt sich Dittli in der Steueraffäre
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Dittli im März 2023:Hier rechtfertigt sich Dittli in der Steueraffäre

«Ich hatte keine andere Wahl»
Valérie Dittli kehrt Mitte-Partei den Rücken

Die umstrittene Waadtländer Staatsrätin Valérie Dittli kehrt der Mitte-Partei den Rücken. «Ich hatte keine andere Wahl», sagt sie in der Zeitung «Le Temps».
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Faible für dramatische Auftritte: Valérie Dittli bei einer Pressekonferenz im März 2025.
Foto: KEYSTONE

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Valérie Dittli kehrt der Mitte den Rücken und gründet eine eigene Partei
  • 2027 will sie erneut für den Waadtländer Staatsrat kandidieren
  • Dittli wurde das Finanzdepartement bereits entzogen
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Ruedi StuderBundeshaus-Redaktor

Die umstrittene Waadtländer Staatsrätin Valérie Dittli (33) kehrt der Mitte-Partei den Rücken und gründet eine eigene Partei. «Ich hatte keine andere Wahl», sagt sie in der Zeitung «Le Temps». Tatsächlich wurde es in den letzten Wochen immer einsamer um die junge Regierungsrätin. Der kantonale Vorstand der Mitte Waadt distanzierte sich von ihr. Wie schon zuvor der Präsidialausschuss sprach er sich gegen Dittlis Kandidatur für eine weitere Amtszeit aus.

Zudem kritisierte Jean-Robert Terrier, Präsident der Jungen Mitte Waadt, die eigene Staatsrätin scharf und bezeichnete sie als «egoistisch». Am 2. September hätten die Mitte-Delegierten über Dittlis politisches Schicksal entscheiden sollen. Diesem kommt sie mit ihrem Parteiaustritt und der Parteineugründung «Mouvement libéral» zuvor. Mit diesem will sie 2027 erneut kandidieren, um den 2022 eroberten Sitz zu verteidigen.

Schon länger in der Kritik

Dittli steht schon länger in der Kritik. Gegner werfen der jungen Staatsrätin schwere Managementfehler vor. Die Regierung entzog ihr das Finanzdepartement, weil sie unrechtmässig Einsicht in Steuerakten reicher Steuerzahler verlangte. Seither ist sie nur noch für die Bereiche Landwirtschaft und Digitalisierung zuständig. Das Verhältnis zu ihren Kollegen im Staatsrat ist zerrüttet.

Der Wahlkampf dürfte jedenfalls nicht leicht werden. 2022 wurde Dittli überraschend im Sog eines bürgerlichen Bündnisses zwischen FDP und SVP gewählt. Doch diese beiden Parteien haben sich ebenfalls schon lange von ihr abgewendet. 

Damit droht Dittli die Abwahl. Im Fall einer solchen Nichtwiederwahl hätte sie Anspruch auf eine lebenslange Rente von 39'000 Franken pro Jahr. «Sollte ich unter bestimmten Umständen Anspruch darauf haben, würde ich in jedem Fall auf diese Rente verzichten», hat sie aber schon früher klar gemacht.

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