«Die Reform dürfte frühestens 2028 in Kraft treten»
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Eigenmietwert abgeschafft:«Die Reform dürfte frühestens 2028 in Kraft treten»

Gebirgskantone intervenieren
Wird der Eigenmietwert doch erst 2030 abgeschafft?

Die Konferenz der Gebirgskantone hat einen Brief an das Eidgenössische Finanzdepartement geschrieben. Grund dafür ist die vom Volk angenommene Abschaffung des Eigenmietwerts. Dieser soll erst später stattfinden, um mehr Zeit für gesetzliche Anpassungen zu haben.
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Die Bergkantone fordern eine Fristverlängerung für die Abschaffung des Eigenmietwerts.
Foto: Keystone

Darum gehts

  • Die Abschaffung des Eigenmietwerts könnte sich bis 2030 verzögern
  • Gebirgskantone fordern mehr Zeit wegen komplexer Einführung neuer Objektsteuer
  • Durch Steuerwegfall könnten jährlich 1,8 Milliarden Franken Steuereinnahmen entfallen
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Anna Clara KohlerRedaktorin Politik

Die Abschaffung des Eigenmietwerts, die im September 2025 mit 58 Prozent Zustimmung vom Stimmvolk beschlossen wurde, könnte später erfolgen als zunächst erwartet. Während Bundesrätin Karin Keller-Sutter (62, FDP) am Abstimmungssonntag den Systemwechsel frühestens auf 2028 datierte, fordern die Gebirgskantone nun eine Fristverlängerung bis 2030 – dies berichtet «CH Media».

Der Grund für die Verzögerung: Die Einführung einer neuen Objektsteuer auf Zweitwohnungen, die die Einnahmeausfälle kompensieren soll. Laut Fadri Ramming, Generalsekretär der Konferenz der Gebirgskantone, entpuppt sich diese als «rechtlich und politisch wesentlich komplexer, als man dies im Abstimmungskampf wahrhaben wollte».

Entscheidung bis Sommer 2026

Die Steuer soll Tourismusregionen helfen, deren Mindereinnahmen auszugleichen. Die Bergkantone sehen sich wegen des Wegfall der Eigenmietwert-Besteuerung für Ferienwohnungen und -häuser überproportional betroffen.

In einem Schreiben an das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) betont die Konferenz, dass es Zeit brauche, um eine rechtlich einwandfreie Lösung einer Steuer auf Zweitliegenschaften zu erarbeiten. Beim Bund hält man sich derzeit bedeckt. Das EFD werde zunächst die Finanzdirektorenkonferenz der Kantone konsultieren und danach entscheiden. Eine Entscheidung der Regierung soll laut Departement noch vor den Sommerferien fallen.

Bund, Kantone und Gemeinden könnten bei den aktuellen Hypozinsen jährlich rund 1,8 Milliarden Franken verlieren. Bereits vor der Abstimmung warnten die Bergkantone vor der Eigenmietwertabschaffung. Sie befürchteten finanzielle Einbussen. Die Konferenz der Kantonsregierungen nannte die Zweitwohnungssteuer «keine befriedigende Lösung für die finanziellen Auswirkungen eines Systemwechsels».

Den Walliser Gemeinden sollen mit dem Wegfall des Eigenmietwerts 35 Millionen Franken an Einnahmen fehlen, so die Kantonsbehörden. Im Kanton Graubünden ist von 40 Millionen die Rede, wie Blick berichtet hat. «Es kann nicht sein, dass die Einheimischen, die ein Viertel der Wohnungen belegen, sowieso schon fast die gesamte Infrastruktur finanzieren müssen», sagte etwa Gerhard Kiechler, Gemeindepräsident von Goms VS, nach dem Abstimmungssonntag zu Blick. 

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