Für neues Manifest
Deutsche Grünen holen Hilfe bei Schweizer Männern

Die Deutschen Grünen wollen die Männer als Wähler gewinnen – und setzen dabei auf Schweizer Hilfe.
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Franziska Brantner hat mit anderen Deutschen Grünen-Politikern ein Männer-Manifest verfasst.
Foto: imago/Metodi Popow

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • 13 Grünen-Politiker fordern neues Männerbild, Kritik an Andrew Tate
  • Manifest spaltet Partei, nicht mit Experten abgesprochen
  • Wahlen 2021: Mehr Frauen als Männer wählten die Grünen
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Tobias BruggmannRedaktor Politik

13 hochrangige Grünen-Politiker, darunter die Co-Parteipräsidentin Franziska Brantner (46), sorgen in Deutschland mit einem Männer-Manifest für Aufsehen. Sie richten sich dabei gegen das Männerbild des umstrittenen Influencers Andrew Tate. «Die versprechen jungen Männern Orientierung, Stärke, Bedeutung – und liefern ihnen eine Anleitung zur Selbst- und vor allem Fremdversklavung», schreiben die Grünen Politikerinnen und Politiker. «Es reicht aber nicht, gegen toxische Männlichkeit zu sein und deren Propagandisten zu belächeln. Wir brauchen ein positives Bild, was gute Männlichkeit sein kann.»

Für die Grünen können Männer eine wichtige Zielgruppe für die Wahlen sein. Bei den letzten Bundestagswahlen wählten deutlich mehr Frauen die Grünen als Männer. Wie der «Tages-Anzeiger» nun berichtet, holten sich die Grünen auch Rat aus der Schweiz.

AfD nutzt Verunsicherung

Markus Theunert, Co-Geschäftsleiter des Schweizer Dachverbandes Männer.ch habe bei einer Veranstaltung der Grünen-Fraktion vor einigen Wochen eine Präsentation gehalten. «Wir bezeichnen Männlichkeit als toxisch, ohne uns ernsthaft mit Ursachen und Alternativen zu beschäftigen.» Bisher hätte vor allem die AfD junge Männer angesprochen und dabei «ihre Verunsicherung ausgenutzt».

Über das Männer-Manifest ist bei den deutschen Grünen aber auch bereits Streit entbrannt, wie der ««Spiegel» berichtet. Es sei «zu kurz gedacht» und «neben der Spur» habe es in der Fraktion geheissen. Das Manifest sei zudem nicht mit den Fachexperten abgesprochen gewesen.

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