Darum gehts
- Schweiz und China schliessen Verhandlungen über aktualisiertes Freihandelsabkommen in Bern ab
- 99,8 Prozent der Schweizer Exporte nach China werden künftig zollfrei sein
- 2025 exportierte Schweiz Waren im Wert von 15,2 Milliarden Franken nach China
Es ist fertig verhandelt: Das teilte das Departement von Wirtschaftsminister und Bundespräsident Guy Parmelin (66, SVP) mit. Parmelin und der chinesische Handelsminister Wang Wentao (62) haben am Donnerstag bei einem Treffen in Bern die Verhandlungen über die Optimierung des Freihandelsabkommens zwischen den beiden Ländern abgeschlossen.
«Die Schweiz hat ihre Verhandlungsziele erreicht», lässt der Wirtschaftsminister verlauten. Bisher seien nur rund die Hälfte der Schweizer Exporte zollfrei in China angekommen. Mittelfristig würden 99,8 Prozent der «aktuellen Exporte der Schweiz» zollfrei auf den chinesischen Markt gelangen, davon 77,5 Prozent ab Inkrafttreten des aktualisierten Abkommens. Das Einsparpotenzial für die Wirtschaft beträgt laut Parmelins Departement 244 Millionen Franken, insbesondere bei Uhren- und Maschinenexporten sowie im Pharmabereich. Bei Röstkaffee und Käse besteht eine Übergangsfrist von zehn Jahren.
China ist drittwichtigster Handelspartner
China ist der drittwichtigste Handelspartner der Schweiz nach der EU und den USA. Die Schweiz exportierte 2025 Waren im Wert von rund 15,2 Milliarden Franken in die Volksrepublik und importierte Waren über rund 18,3 Milliarden Franken.
Seit der Zollhammer von US-Präsident Donald Trump (80) über die Schweiz sauste, hat Parmelin die Bemühungen vorangetrieben, den Schweizer Aussenhandel mit Freihandelsabkommen breiter aufzustellen. Erst am Mittwoch hatte Trump der Schweiz wieder gedroht. Er sagte: «Ich habe das absolute Recht, sämtliche Geschäfte mit einem Land wie der Schweiz abzubrechen.»
Nun werden die Schweiz und China die Unterzeichnung des Abkommens vorbereiten. Diese wird noch im Lauf des Jahres 2026 angestrebt. Anschliessend folgen die jeweiligen innerstaatlichen Genehmigungsverfahren.