Darum gehts
- Die Berner Nationalrätinnen Katja Riem und Fabienne Stämpfli sind schwanger
- Beide erwarten ihr erstes Kind im Herbst
- Riem seit 2023 im Nationalrat, Stämpfli 2025 nachgerückt
Babyglück im Bundeshaus – und das gleich doppelt: SVP-Nationalrätin Katja Riem (29) und GLP-Nationalrätin Fabienne Stämpfli (34) sind schwanger. Für beide ist es jeweils das erste Kind. Ob es ein Junge oder ein Mädchen wird, wissen sie noch nicht. Die Freude über ihre erstmalige Mutterschaft ist den beiden Frauen anzusehen, sie strahlen übers ganze Gesicht.
«Uns geht es tipptopp», sagt Riem über ihre werdende Familie. «Wir sind sehr glücklich, alles ist in Ordnung», berichtet Stämpfli. Die beiden Bernerinnen erwarten ihre Kinder fast gleichzeitig – im kommenden Herbst. Vielleicht würden beide im Spital Thun gebären, vielleicht sogar im gleichen Spitalzimmer liegen, mutmassen sie. Und sind sich einig: «Das wäre ja lustig.»
Riem: 2023 als Jüngste gewählt
Riem politisiert seit 2023 in der grossen Kammer. Damals schaffte die Winzerin den Sprung in den Nationalrat – und durfte als Jüngste auch gleich die Eröffnungsrede halten. Sie hatte nach der Lehre als Winzerin die Ausbildung zur Landwirtin angehängt und anschliessend Agronomie studiert.
Neben der Politik arbeitet sie in der elterlichen Weinkellerei. Seit diesem Jahr führt sie zudem mit ihrem Lebenspartner den Landwirtschaftsbetrieb – mit Ackerbau und Schweinemast – ihrer Eltern weiter. In ihren bisherigen Vorstössen konzentriert sie sich vor allem auf landwirtschaftliche Themen. Riem sitzt in der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur.
Stämpfli: Letztes Jahr nachgerutscht
GLP-Frau Stämpfli rutschte letztes Jahr für die in die Stadtberner Regierung gewählte Melanie Mettler (48) in die grosse Kammer nach und politisiert seit gut einem Jahr im Bundeshaus. Sie arbeitet in einem Ingenieurbüro und sitzt in der Geschäftsprüfungskommission sowie – gemeinsam mit Riem – in der Bildungskommission. In ihren Vorstössen nimmt sie sich bisher vor allem ökologischer Themen an.
Ihr Lebenspartner Romeo Arnold ist übrigens als GLP-Grossrat im Kanton Bern aktiv. Jüngst reichte er einen Vorstoss ein, der nahe an der Schwangerschaftsthematik liegt. Unter dem Titel «Wie steht es um die Spermienqualität im Kanton Bern?» forderte er von der Kantonsregierung einen Bericht zur schlechten Spermienqualität. Der Regierungsrat zeigte sich bereit, sich auf Bundesebene für die Erarbeitung eines nationalen Berichts einzusetzen, was vom Grossen Rat mit 87 zu 62 Stimmen gutgeheissen wurde.
Das zeitliche Zusammentreffen des Vorstosses mit der Schwangerschaft sorgt im Bekanntenkreis natürlich für Sprüche, wie Stämpfli erzählt. Ein Zufall, über den sie auch selber schmunzeln muss.