Bundesamt deckt Verträge nun doch auf
Bund blechte für zwei Covid-Impfstoffe rund 1 Milliarde

Die Schweiz zahlte während der Pandemie rund 1 Milliarde US-Dollar für Covid-Impfstoffe von Moderna und Novavax. Jetzt veröffentlichte das BAG die ungeschwärzten Verträge – nach jahrelangem Streit und einem Gerichtsurteil.
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Die Schweiz zahlte während der Pandemie rund 1 Milliarde US-Dollar für Covid-Impfstoffe von Moderna und Novavax.
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Darum gehts

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  • Schweiz zahlte 1 Milliarde US-Dollar für Covid-Impfstoffe während Pandemie
  • Moderna-Lieferungen: 31 Millionen Dosen zu 32 US-Dollar pro Dosis
  • Novavax-Vertrag: 1 Million Dosen für 20 Millionen US-Dollar abgeschlossen
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Daniel BallmerRedaktor Politik

Jetzt ist es klar: Eine satte Milliarde US-Dollar hat sich die Schweiz während der Pandemie den schnellen Zugang zu den Covid-Impfungen von Moderna und Novavax kosten lassen. Am Donnerstag hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) nach langem Hin und Her die ungeschwärzten Verträge mit den Herstellerfirmen veröffentlicht.

Demnach hat der Bund bei Moderna im August 2020 die ersten 4,5 Millionen Dosen Impfstoff reservieren können. Bis zum Ende der Covid-Pandemie waren es letztlich 31 Millionen mRNA-Impfstoffe für rund 32 US-Dollar pro Dosis. Damit sei der Bund eine finanzielle Verpflichtung über rund 980 Millionen US-Dollar eingegangen.

«Wichtiger Beitrag zur Covid-Bewältigung»

Die mRNA-Impfstoffe seien bei uns mit Abstand am häufigsten verabreicht worden. «Ihr Beitrag zur Bewältigung der Pandemie war entsprechend wichtig», betont das BAG.

Von Novavax wurden im Dezember 2021 eine Million Dosen proteinbasierter Impfstoff zu 22 US-Dollar pro Dosis reserviert. Damit ging der Bund eine vertragliche Verpflichtung über rund 20 Millionen US-Dollar ein.

Das Bundesamt hatte sich lange gegen die ungeschwärzte Veröffentlichung der Verträge gewehrt. Eine Offenlegung nur in der Schweiz würde dazu führen, dass der Bund bei der Impfstoffbeschaffung in einer künftigen Pandemiesituation in eine schlechte Verhandlungsposition gerate, wurde argumentiert.

Auf Weiterzug des Urteils verzichtet

Das Bundesverwaltungsgericht hatte jedoch im Februar entschieden, dass die Verträge mit Moderna und Novavax ungeschwärzt zu veröffentlichen seien. Seit April ist dieses Urteil nun rechtskräftig. Der Bund hat auf den Weiterzug des Urteils ans Bundesgericht verzichtet, wie das BAG erklärt.

Die Beschwerdeführer hatten auf Basis des Öffentlichkeitsgesetzes Einsicht in die vom BAG und der Armeeapotheke geschlossenen Verträge für die Covid-Impfstoffe gefordert. 

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