Darum gehts
- Zürich plant eine Reduktion von Leihfahrzeugen auf maximal 3000 im Stadtgebiet
- 94 E-Trotti-Unfälle 2025, über die Hälfte davon durch betrunkene junge Männer
- Helmpflicht und breitere Velowege werden als mögliche Lösungen diskutiert
Für die einen sind sie unendlich praktisch. Eine einfache Möglichkeit, um auf kürzeren Strecken schnell von A nach B zu gelangen. Für die anderen sind sie nur ein Ärgernis: E-Trottinetts. Stehen sie auf dem Trottoir herum, nerven sich Fussgänger. Brausen ihre Fahrer mit hoher Geschwindigkeit vorbei, ist das auch nicht recht. Kein Wunder, hat sich die Politik bereits des Themas angenommen.
Handeln will jetzt offenbar die Stadt Zürich: Diese denkt laut dem «Tages-Anzeiger» über eine drastische Reduktion der Leihfahrzeuge auf Stadtgebiet nach. Statt 7350 Fahrzeugen – zwei Drittel sind Trottis, der Rest E-Bikes oder Mopeds – sollen es künftig noch maximal 3000 sein. Statt acht Verleiher könnten künftig nur noch drei mit je 1000 Fahrzeugen zum Zug kommen.
Weiter sollen die Trottis in gewissen Gebieten nur noch an vorgeschriebenen Plätzen abgestellt werden dürfen. Auch das Stadtzürcher Parlament wird demnächst noch über Regulierungen diskutieren. Anbieter haben laut dem «Tages-Anzeiger» bereits Massnahmen ergriffen wie Online-Meldetools für falsch abgestellte Gefährte.
Bund prüft strengere Vorschriften
Auch der Bund denkt über strengere Regulierungen nach, wie Blick kürzlich berichtete. Im Raum steht eine Helmpflicht. Denn es gibt immer mehr Unfälle. Gefährlich wird es insbesondere, wenn Betrunkene nachts die E-Trottis ausleihen.
Allein in der Stadt Zürich gab es im vergangenen Jahr 94 Unfälle mit E-Trottis. Davon waren mehr als die Hälfte auf Stürze junger, betrunkener Männer zurückzuführen. Auch breitere Velowege werden als mögliche Lösung gesehen, um die Zahl der Zwischenfälle zwischen E-Trotti-Fahrern und Fussgängern zu reduzieren.