108 Stellen fallen weg
Schon der zweite Sparhammer im Asylbereich

Das Staatssekretariat für Migration vollzieht den zweiten grossen Personalabbau innert kurzer Zeit. Diesen Monat sollen die Betroffenen informiert werden.
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Unter Bundesrat Beat Jans ist die Zahl der Asylgesuche deutlich gesunken. Jetzt muss Personal abgebaut werden.
Foto: Mattia Coda

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • SEM streicht 108 Stellen, zweite Kürzung nach 83 gestrichenen Jobs Anfang 2026
  • Über die Hälfte der Stellen waren befristet und wurden nicht verlängert
  • SEM schrumpft um 6 Prozent, 2027 bleiben 1280 Vollzeitstellen übrig
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Lino SchaerenRedaktor

Schlechte Nachrichten für die Belegschaft des SEM: Das Staatssekretariat für Migration streicht 108 Stellen – der zweite Kahlschlag in diesem Jahr: Schon Anfang 2026 mussten 83 Asylbeamte gehen.

Mehr als die Hälfte der Jobs, die nun wegfallen, war befristet. Die Beamtinnen und Beamten waren angeheuert worden, um den Pendenzenberg im Asylwesen abzutragen. Weil der Rückstau bald abgearbeitet ist, werden diese Arbeitsverhältnisse nicht mehr verlängert. Der Bund hatte den Personalbestand des SEM in den Jahren des Flüchtlingsbooms massiv aufgebläht – jetzt schlägt das Pendel in die Gegenrichtung: Zuletzt wurden sogar sechs Bundesasylzentren vorübergehend geschlossen, weil die Zahl der Asylgesuche niedriger lag als prognostiziert.

Entlastungspaket des Parlaments setzt SEM unter Druck

Auch wer im Staatssekretariat für Migration fest angestellt ist, hat keinen sicheren Job: Weitere Stellen fallen dem Sparpaket von National- und Ständerat zum Opfer; die Kündigung kommt per Anfang 2027. Noch diesen Monat sollen die Betroffenen gemäss Blick-Recherchen informiert werden.

Unterm Strich schrumpft das SEM um rund 6 Prozent auf nunmehr 1280 Vollzeitstellen. Sollten die Asylgesuche erneut stark anziehen, müsste die Belegschaft wohl entsprechend aufgestockt werden.

Jans warnte vor Abbau – und baut selbst Stellen ab

Beat Jans (61) warnte noch 2024 vor solchen Personalentscheidungen: In seiner 100-Tage-Bilanz nannte er es einen «Fehler», dass in der Vergangenheit Stellen abgebaut wurden, wenn die Asylzahlen sanken: «Als dann die Flüchtlingsströme stark angestiegen sind, hatte man nicht die nötigen Arbeitskräfte, um sie zu bewältigen.»

Die Folge, so der Asylminister, sei ein Pendenzenberg gewesen, der das SEM die letzten Jahre beschäftigte. Nun aber baut auch Bundesrat Jans zum zweiten Mal in kurzer Zeit massiv Stellen in diesem Bereich ab.

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