Darum gehts
- Ex-Schiri Urs Meier (67) in RTL-Krimi-Show «Die Verräter» dabei
- Psychologischer Druck überraschend hoch trotz Meiers Erfahrung vor Millionenpublikum
- TV-Start am 17. August um 20.15 Uhr auf RTL
18 Prominente spielen über mehrere Tage in einem Schloss in Belgien «Werwölfeln»: So lautet das Konzept der RTL-Sendung «Die Verräter». Seit einer Woche ist die vierte Staffel der Krimi-Show auf den Streamingdiensten RTL+ und Oneplus zu sehen, am 17. August startet die Sendung auch im linearen TV auf RTL. Mittendrin: der Schweizer Ex-Fussballschiri Urs Meier (67).
«Ich habe die Sendung total unterschätzt», sagt er im Gespräch mit Blick. «Es fesselt einen direkt, wenn man dort ankommt, und man kommt unglaublich schnell in die Rolle rein.»
Psychologischer Eintrittstest für Sendung
Achtung, Spoiler, so viel sei verraten: Urs Meier wird zu Beginn der Sendung nicht zum Verräter ernannt, muss also Identitäten aufdecken, anstatt seine geheim zu halten. «Es ist etwas, das einen bis in die Nacht verfolgt. Ich hatte schlaflose Nächte, wachte auf und versuchte, Indizien für die Verräter zu finden.»
Um überhaupt zur Show, deren erste Staffel der Basler Schlagerstar Vincent Gross (29) gewann, zugelassen zu werden, musste Meier einen psychologischen Eintrittstest absolvieren. «Zuerst dachte ich, das sei ein bisschen übertrieben. Ich war ja Schiedsrichter vor 80'000 Menschen im Stadion und Millionen am Bildschirm. Und wenn einer psychisch dem Druck standhalten kann, bin ich das», so Meier. «Und eine psychologische Betreuung war auch immer beim Spiel vor Ort. Da dachte ich auch zuerst, das sei unnötig. Rückblickend aber sehe ich den Sinn ihrer Anwesenheit. Ich habe wirklich nicht geahnt, wie sehr das mental an die Substanz geht.»
Er wollte nicht naiv in Falle trampeln
Ob seine Tätigkeit als ehemaliger Fussballschiri ihm weitergeholfen hat? «Das dachte ich zumindest zuerst. Aber am Ende war das gar nicht in dem Ausmass hilfreich, in dem ich mir das vorgestellt hatte», so Meier. Er hat sich aber auch anderweitig vorbereitet. «Ich habe Staffel drei geschaut und versucht, mir die wichtigsten Merkmale einzuprägen. Damit ich nicht einfach naiv in eine Falle hineintrample.»
Auch wenn seine Schiri-Erfahrung nur bedingt einen Vorteil für das Spielformat gab, sieht Meier Parallelen zum Fussball. «Beim Fussball hat man auch ein bis drei Spieler pro Team, die das Spiel kaputtmachen können. Und dann gibt es welche, die das Spiel mit einer Schwalbe und Theatralik beeinflussen wollen. Und die muss man dann auch relativ schnell erkennen», so Meier.
Die Krux: Um die Verräter zu enttarnen, muss man auch auf Mitspieler zählen. Und hoffen, dass man ihnen vertrauen kann. «Dann hast du das Gefühl, du hast den Richtigen, und dann merkst du wieder, dass es doch der Falsche war. Das nagt dann schon an einem», so Meier. Aber: «Man kann nicht immer alles unter Kontrolle halten. Es ist auch sehr viel mit Emotionen verbunden. Und ich glaube, das macht ‹Die Verräter› auch so spannend und attraktiv.»
«Die Verräter» läuft aktuell auf Oneplus und RTL+. Ab 17. August zeigt RTL die Show zwei Wochen lang von montags bis donnerstags um 20.15 Uhr.