«Der ESC steckt in einer historischen Krise»
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Nemo gibt Trophäe zurück:«Der ESC steckt in einer historischen Krise»

Nächster Rückschlag für Musikwettbewerb
ESC-Jubiläumstour durch Europa abgesagt

Nächster Hammer für die ESC-Organisatoren: Die grosse Jubiläumstournee durch Europa wurde wie von Blick zuvor angekündigt abgesagt. Auch der Termin in Zürich am 20. Juni 2026 ist betroffen.
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Die ESC-Jubiläumstour ist abgesagt. Teil davon – wenn auch nicht in Zürich – wäre die finnische Gewinnerband von 2006, Lordi, gewesen.
Foto: imago/GlobalImagens

Darum gehts

  • ESC-Jubiläumstournee 2026 abgesagt, Zürich-Termin am 20. Juni betroffen
  • Nur Bruchteil der Tickets seit Verkaufsstart am 6. Februar verkauft
  • ESC findet im Mai 2026 in Wien statt
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Michel ImhofTeamlead People

Der Eurovision Song Contest (ESC) befindet sich in der Krise. Nachdem sich fünf Länder wegen der Teilnahme Israels von der diesjährigen Jubiläumsausgabe in Wien (Österreich) zurückgezogen haben, wurde wie von Blick zuvor angekündigt die geplante Jubiläumstournee durch Europa abgesagt. Betroffen ist davon auch der Termin im Hallenstadion Zürich am 20. Juni 2026.

«Die Europäische Rundfunkunion bedauert, bekannt geben zu müssen, dass wir die schwierige Entscheidung getroffen haben, die Eurovision Song Contest Live Tour 2026 zu verschieben», sagt ESC-Direktor Martin Green in einer Mitteilung auf Anfrage von Blick. «Wir sind auf unvorhergesehene Herausforderungen gestossen, die wir trotz der grössten Bemühungen unseres Teams, der Produzenten und Veranstalter nicht lösen konnten.» Vom schlechten Vorverkauf ist in der Stellungnahme keine Rede.

Die Jubiläumstournee wurde von den Organisatoren grosszügig geplant. Auf dem Plan der «Eurovision Live Tour» standen zehn Termine in den grössten Konzerthallen Europas, darunter der Londoner O2 (England), die Lanxess Arena in Köln (D), die Accor Arena in Paris (F) und die Avicii Arena in Stockholm (Schweden). Alle bieten Platz für über 15'000 Personen. Doch ein Blick auf die Ticketportale zeigt: Von den angebotenen Tickets wurde seit Verkaufsstart am 6. Februar 2026 nur ein kleiner Bruchteil verkauft. Personen, die bereits Tickets erworben haben, bekommen ihr Geld zurückerstattet, versprechen die Organisatoren. «Wir freuen uns darauf, die Live Tour wieder aufzunehmen, sobald wir unseren Fans das Weltklasse-Erlebnis bieten können, das sie erwarten.»

Kein Zusammentreffen der ESC-Sieger

Fans bemängelten die hohen Preise für die Tournee. In Zürich kostete das billigste Ticket 63 Franken. Einen Sitzplatz in der besten Kategorie gabs für 173 Franken. Für einen Stehplatz musste man 99.90 Franken berappen. Zum Vergleich: Für den diesjährigen Eurovision Song Contest in Wien kosteten die Karten 10 bis 360 Euro.

Auf der Bühne angekündigt waren unter anderem die ESC-Sieger Johnny Logan (71, Irland), Katrina (65, Grossbritannien), Lordi (Finnland, wäre nicht in Zürich aufgetreten) und Helena Paparizou (44, Griechenland). Auch Auftritte der zehn bestplatzierten Acts des diesjährigen ESC waren geplant. Sie haben dafür jetzt einen freien Terminplan, um für andere Gigs gebucht zu werden.

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Pressestelle liess Anfrage bislang unbeantwortet

Der Eurovision Song Contest 2026 findet vom 12. bis 16. Mai in Wien statt, nachdem letztes Jahr in Basel der Österreicher JJ (24) mit dem Song «Wasted Love» den grössten Musikwettbewerb der Welt gewonnen hatte. «Unser Fokus liegt weiterhin darauf, im Mai einen unglaublichen Eurovision Song Contest zu veranstalten», so ESC-Chef Martin Green. «Die Shows zum 70-jährigen Jubiläum werden mit 35 fantastischen Künstlern gefeiert, die vor ausverkauftem Haus in Wien und vor Hunderten Millionen Zuschauern weltweit auftreten werden.» Für die Schweiz steigt die Thunerin Veronica Fusaro (28) ins Rennen. Das Lied wird am 11. März 2026 veröffentlicht.

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