Darum gehts
- In Frankreich brannten Autos und Gebäude; Behörden melden zahlreiche Verletzte
- Tamy Glauser schrieb auf Instagram: «So stolz auf meine Franzosen!»
- Gegenüber Blick stellt sie klar: «Gewalt und Zerstörung lehne ich ab»
Frankreich hat ein Horror-Wochenende hinter sich. In mehreren Städten brannten Autos und Gebäude, Läden – ob einfache Supermärkte oder Luxusboutiquen – wurden geplündert und verwüstet. Die französischen Behörden sprechen von mehreren Hundert Verletzten, darunter zahlreiche Polizeikräfte und Feuerwehrleute. Grund für die Ausschreitungen sind ausgeartete Schülerproteste und die Wut über die steigenden Lebenshaltungskosten.
Während die Welt entsetzt nach Frankreich blickt, gibt es Stimmen im Netz, die die Vorfälle verharmlosen oder loben. Zu ihnen gehört auch das Schweizer Model Tamy Glauser. Das zumindest lässt sich aus dem folgenden, von ihr verfassten Kommentar schliessen: «Ich bin so stolz auf meine Franzosen!» Abgesetzt hat sie diesen am späten Montagnachmittag unter einem Post mit dem Satz: «Wir müssen protestieren wie Paris.» Den Kommentar versah sie gar mit einem Herzaugen-Emoji, den Post mit einem Like.
Gegenüber Blick erklärt sie, dass sie in Paris geboren sei und lange dort gelebt habe, sich daher den Pariserinnen und Parisern sehr verbunden fühle. «Es macht mich stolz, dass die Menschen dort protestieren und nicht einfach alles hinnehmen.» Besonders beeindrucke sie dabei der Zusammenhalt «und dass die Unterstützung bis zu den Feuerwehrfrauen und -männern» reiche. «Das zeigt eine starke gesellschaftliche Solidarität.»
«Gewalt und Zerstörung lehne ich ab»
Ob sie sich so etwas wie in Paris auch für die Schweiz wünschen würde? «Ich wünsche mir für die Schweiz und eigentlich überall mehr Menschen, die Haltung zeigen, sich politisch einbringen und gemeinsam für Gerechtigkeit stehen.» Ob es dafür Ausschreitungen brauche, das sei eine andere Frage. Dass sie mit ihrem abgesetzten Kommentar die Zerstörung von öffentlichem und privatem Gut unterstütze, verneint sie. «Mein Kommentar bezog sich auf den Protest und die Haltung der Menschen – nicht auf die Sachbeschädigung». Weiter stellt sie klar: «Verletzte Menschen sind immer tragisch. Gewalt und Zerstörung lehne ich ab».