Darum gehts
- Kuhle und Schirmann wechseln von Medelser- zur Terrihütte
- SRF zeigt den Umzug mitten in der Saison
- Bis zur Ankuft der Gäste bleiben 24 Stunden; der Umbau läuft
Die 15. Staffel der SRF-Erfolgsserie «Hüttengeschichten» enthält neben spektakulären Bergpanoramas auch eine gehörige Portion Nervenkitzel. Zumindest für Verena Kuhle (47) und Jochen Schirmann (50). Das Hüttenwartspaar steht nämlich vor einem Jobwechsel: Von der Medelserhütte beim Lukmanierpass gehts in die Terrihütte in der Greina-Ebene.
SRF begleitet die beiden auf dem 3-Minuten-Heliflug vom alten Arbeitsplatz zum neuen, wo sie zwar schon mal ihre 1,5 Tonnen Material deponieren, aber noch längst nicht starten können. Die Zuschauer fiebern mit dem Paar mit, als es dann endlich so weit ist und genau 24 Stunden bleiben von der Ankunft der neuen Hüttenwarte bis zum Eintreffen der ersten Gäste.
«Grosse Herausforderung»
Bruno Lüthi, Teamleiter Hüttenbetrieb vom Schweizer Alpen-Club (SAC), ordnet die Situation wie folgt ein: «Die beiden haben die Hütte nicht während des Betriebs übernommen, sondern während der Umbauphase. Sie haben die Frühlingssaison in der Medelserhütte abgeschlossen und ihre Sachen in die Terrihütte gezügelt. Zu Sommersaisonbeginn haben sie den Betrieb dann übernommen, jedoch parallel zu den Umbauarbeiten in der Hütte. Diese Situation war definitiv herausfordernd. Diese Situation war aussergewöhnlich und für das Hüttenteam eine grosse Herausforderung.»
Für alle Hüttenwarte gebe es zudem Kurse zu allen möglichen Themen und Situationen, die im Verlauf ihrer Tätigkeit auf sie zukommen.
Zickige Abwaschmaschine und fehlender Eistee
Auf der Terrihütte kommt einiges zusammen. Parallel zum Betrieb wird umgebaut. Die Bauarbeiter schlafen und essen unter der Woche dort, laufen durch die Küche, während Jochen Schirmann versucht, die Abwaschmaschine unter Kontrolle zu bringen, und Verena Kuhle den Gästen erklärt, warum der Eistee noch nicht erhältlich ist. Gut, dass die Architektin und der Bauleiter Nerven aus Stahl zu haben scheinen.
Das zeigt sich bereits bei der Schlüsselübergabe. Hüttenchef Marcel Caviezel hat nur wenige Worte für die neuen Hüttenwarte, doch die machen selbst da gute Miene. Erst im stillen Kämmerlein wird dann auch mal ausgesprochen, was wohl jeden in dieser Lage beschäftigen würde: «Normal ist die Situation sicher nicht», sagt Kuhle. Um sogleich wieder in Optimismus zu wechseln: «Aber wir müssen jetzt einfach das Beste daraus machen.»
Nun bleibt die Frage, ob bei dieser ganzen Geschichte wirklich alle so zufrieden waren, wie die Gämsen vor der Hüttentür. Auf Anfrage von Blick zu einem Statement der Hüttenwarte heisst es seitens SRF: «Die beiden möchten sich nicht dazu äussern.»
Hüttenwartin Rita Streiff (51) von der Etzlihütte in den Glarner Alpen zieht den Hut vor dem resilienten Paar. «Wir würden so etwas nur machen, wenn es absolut gar nicht anders geht.»