VA Honegger Entschuldigung
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Honegger entschuldigt sich:«Leute, ich habe einen Fehler gemacht»

Nach umstrittener Skateboard-Aktion
Jetzt spricht SRF-Honegger

Für ein Instagram-Video greift «10vor10»-Moderator Arthur Honegger zum Skateboard. Dafür rollt er über das belebte Perron am Bahnhof Oerlikon – sehr zum Missfallen der SBB. In der Blick-Community sorgt die Aktion für rote Köpfe. Für seine Aktion hat sich Honegger mittlerweile entschuldigt.
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Eigentlich wollte der «10vor10»-Moderator nur die neuen Memoiren von Sylvester Stallone anpreisen. Dass er das auf seinem Skateboard tat, könnte nun zum Problem werden.
Foto: Instagram/honeggram

«10vor10»-Moderator Arthur Honegger präsentierte in einem Instagram-Video die Memoiren von Sylvester Stallone und rollte dafür über das belebte SBB-Perron. Eine Aktion, die bei den SBB auf wenig Begeisterung stösst: Das Fahren mit Skateboards sei auf ihren Arealen grundsätzlich nicht erlaubt, zudem habe für die Aufnahmen keine Drehbewilligung vorgelegen.

Die SBB haben Honegger öffentlich unter seinem Beitrag auf die geltenden Regeln hingewiesen. Ihr Kommentar fiel dabei mit einem Augenzwinkern aus: «Danke für die Buchempfehlung ‹The Steps›. Apropos Schritte, bitte auch auf dem Perron.»

Inzwischen haben sich SRF und Arthur Honegger zur Rollbrett-Aktion gemeldet. Der Sender erklärt gegenüber Blick: «Arthur Honegger hat das Video privat erstellt und nicht im Auftrag von SRF produziert. Es handelt sich daher nicht um einen SRF-Inhalt.» SRF messe der Einhaltung geltender Regeln und Sicherheitsvorschriften grosse Bedeutung bei. Der Moderator erklärt zudem: «Mit dem Video wollte ich niemanden gefährden oder riskantes Verhalten gutheissen. Ich bedaure, wenn dieser Eindruck entstanden ist. Für mich stand ein kurzer, persönlicher Moment im Vordergrund.» Auch auf Instagram spricht Honegger seine Fans auf die Aktion an, blendet die Blick-Headline ein – und gesteht: «Leute, ich habe einen Fehler gemacht!»

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Leser kritisieren den Auftritt

Skateboards, E-Trottinetts und andere rollende Gefährte sorgen an Bahnhöfen immer wieder für Diskussionen. Auch Honeggers Aktion hat diese Debatte neu entfacht: Wie viel Rücksicht ist im Pendlerverkehr nötig – und wie viel Aufregung ist bei einer solchen Aktion angebracht?

In unserer Leserumfrage mit über 5800 abgegebenen Stimmen ist das Ergebnis ziemlich eindeutig: 80 Prozent finden Skateboardfahren im Pendlerverkehr rücksichtslos und sind der Meinung, dass es am Bahnhof nichts verloren hat. 11 Prozent sehen es entspannter und finden es völlig okay, solange niemand gefährdet wird. Für 8 Prozent kommt es auf die jeweilige Situation an.

Sicherheit gibt zu reden

Auch in der Kommentarspalte wird die Aktion kritisch diskutiert. Leser Charly Hess hält das Skateboardfahren auf dem Perron für «unmöglich». Gerade am Bahnhof Oerlikon sei das mit den vielen Trottinetts und Rollbrettern «verdammt gefährlich».

Noch schärfer fällt die Reaktion von Urs Merz aus. «Mit dem Board über ein Bahnhofperron zu düsen, was für eine grandiose Vorbildleistung!», schreibt er. Honegger sollte eigentlich wissen, «dass ein Perron kein Skatepark ist. Rücksicht und Anstand bleiben offenbar auf der Strecke.»

Heidi Schmid sorgt sich vor allem um ältere und mobilitätseingeschränkte Personen: «Für auch nur leicht Gehbehinderte ist so was ein Graus.» Wer nicht mehr so standfest sei, könne durch einen unerwarteten «Fahrgast» leicht aus dem Tritt gebracht werden. «Finde das gar nicht cool und sehe den Clou partout nicht, wieso Honegger das Buch so anpreisen musste.»

User Peter Habluetzel stört sich an einem generellen Trend an Bahnhöfen. «Diese E-Roller und Skateboards nerven zunehmend an Bahnhöfen, weil sich deren Besitzer einen Deut um Regeln – wie Fahrverbot – scheren.» Seine Forderung: «Es ist an der Zeit, dass hier empfindliche Bussen bei Verstössen ausgesprochen werden.»

Andere sehen die Aktion gelassener

Doch nicht alle Leserinnen und Leser sehen die Aktion so kritisch. Sepp Müller findet zwar ebenfalls, dass der Auftritt «eigentlich nicht» gehe. «Der ganze Wirbel ist aber übertrieben. Es hatte nicht viele Leute, und er fuhr langsam», schreibt er.

Auch Sebastian Henze hält wenig von der Kritik. Obwohl er «nicht so der Freund vom SRF» ist, findet er den Clip «fresh». Sein Fazit fällt entsprechend knapp aus: «Man kann sich auch künstlich aufregen.»

Mario Siala kann die Empörung ebenfalls nicht nachvollziehen. «Eigentlich keine Rede wert», schreibt er mit Blick auf die Diskussion. «Ich bemitleide all die, die sich über Honegger aufregen. Es kann auch sein, dass ich zu neutral bin, um mich über diese Kleinigkeiten aufzuregen», fügt er hinzu.

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