Darum gehts
Schweizer Illustrierte: Welches Ereignis hat Ihr Leben verändert?
Patrick Allmandinger: Ich war sechs, als ich im Fernsehen Alfred Rasser als HD-Soldat Läppli sah. Seither lässt mich diese Bühnenfigur nicht mehr los.
Was wären Sie als Kind gern geworden?
Das, was ich heute bin: Schauspieler. Ich nahm einen Umweg und wurde erst Coiffeur. Mein Grossvater, bei dem ich aufwuchs, sagte: «Du kannst auf die Bühne, aber zuerst lernst du einen soliden Beruf.» Er hatte recht.
Für wen haben Sie als Teenager geschwärmt?
Für Queen und Freddie Mercury. Er ist für mich eine der prägendsten Figuren der Musikgeschichte.
Als Sie 16 waren: Wie hat Ihr Zimmer da ausgesehen?
Die Wände waren voller Poster von Queen und den Bay City Rollers. Ich lief damals auch in einer dieser mit Schottenmustern verzierten Jeans herum.
Wofür haben Sie zuletzt gebetet?
Vor der Premiere von «Mensch Läppli» betete ich inständig, dass es gut kommt.
Wann haben Sie zuletzt geweint?
Nach der Premiere. Da brachen bei mir alle Dämme – vor Erleichterung.
Wer oder was wären Sie gern nach Ihrer Wiedergeburt?
Als Künstler hat man ja oft ein Auf und Ab im Leben, vor allem auch finanziell. Von daher würde ich gern als Arzt oder Anwalt wiedergeboren werden. Da verdient man mal mit ein, zwei Schriftstücken schnell 800 Franken.
Was sollte auf Ihrem Grabstein stehen?
Er brachte die Menschen zum Lachen.
Und wie möchten Sie sterben?
Schnell und schmerzlos.
Dieser Artikel wurde erstmals in der «Schweizer Illustrierten» publiziert. Weitere spannende Artikel findest du auf www.schweizer-illustrierte.ch.
Dieser Artikel wurde erstmals in der «Schweizer Illustrierten» publiziert. Weitere spannende Artikel findest du auf www.schweizer-illustrierte.ch.
Auf wen waren Sie zuletzt eifersüchtig?
Ich bin grundsätzlich kein eifersüchtiger Mensch. Eifersucht ist vergeudete Energie.
Wovon haben Sie zuletzt geträumt?
Dass das Schweizer Fernsehen bei mir vor der Tür steht, weil es «Mensch Läppli» verfilmen möchte.
Welche Eigenschaft hätten Sie lieber nicht?
Meine erst vor fünf Jahren offiziell diagnostizierte ADHS. Wobei die Ärztin meinte, ich könne froh sein, da es mir als Schauspieler helfen würde.
Welches Kompliment haben Sie kürzlich erhalten?
Jemand, der meine Reels als Läppli gesehen hatte, meinte, er hätte geglaubt, Alfred Rasser gesehen zu haben. Ein grösseres Kompliment gibts nicht!
Was denken andere über Sie, das vielleicht gar nicht stimmt?
Dass ich immer lustig drauf bin.
Wären Sie lieber sympathischer oder intelligenter?
Ich glaube, bei den meisten komme ich sowieso sympathisch rüber. Aber ich hätte im Leben sicher einige intelligentere Entscheidungen treffen können.
Haben Sie schon einmal eine Therapie gemacht?
Ja! Während der Pandemie litt ich an Depressionen, da ich als Künstler nicht auftreten konnte und auch mein damaliges Restaurant dichtmachen musste.
Wofür sollte es Bussen geben?
Für alle Ungerechtigkeiten.
Mit wem würden Sie gern im Lift stecken bleiben?
Mit dem Rocksänger Freddie Mercury, dem grossen Volksschauspieler Alfred Rasser – und mit einem Topmodel.
Wie viel sind Sie wert – in Franken?
Kein Mensch kann in Geld bemessen werden – auch Fussballer nicht.
Wofür geben Sie am meisten Geld aus?
Für Einrichtungsgegenstände.
Wer sind Ihre Lieblingshelden?
Alle Menschen, die anderen helfen.
Was verabscheuen Sie am meisten?
Ungerechtigkeit und Lügen.
Welches ist Ihr Lieblingsspiel?
«Monopoly».
Ihr absolutes Lieblingsessen?
Spaghetti bolognese.
Und dazu trinken Sie was am liebsten?
Einen Rotwein, am liebsten Amarone.
Wo möchten Sie leben?
Schottland würde mir gefallen.
Was darf in Ihrem Haushalt nicht fehlen?
Ein Dosenöffner und ein Korkenzieher.
Was machen Sie als Letztes, bevor Sie ins Bett gehen?
Zähne putzen, schauen, ob der Fernseher aus ist – und meine Katzen rufen.
Womit belohnen Sie sich selbst?
Obwohl Diabetiker, gönne ich mir ab und zu weisse Schokoladentrüffel.
Welchen Tag möchten Sie noch einmal erleben?
Den, an dem ich erfuhr, dass ich auf der Bühne Läppli spielen soll.
Welche drei Gegenstände nehmen Sie mit auf eine einsame Insel?
Handy, Solarladegerät, weisse Schoggitrüffel und meinen Insulin-Pen.