Darum gehts
- Olaf Breuning kehrt nach 25 Jahren nach Schaffhausen ins Museum zurück
- Zentrales Werk: «20 mm», Affe symbolisiert Erdgeschichte und Menschheit
- Ausstellung umfasst 60 neue Zeichnungen, zwei Installationen, Videoarbeiten
Mit «Humans» kehrt der Schweizer Künstler Olaf Breuning (56) nach 25 Jahren ins Museum zu Allerheiligen Schaffhausen zurück. Breuning prägte ab den späten 1990er-Jahren vor allem die Schweizer Kunstszene und erlangte weltweite Anerkennung. Der 56-Jährige, der in Upstate New York lebt, bricht mit Konventionen und wechselt mühelos zwischen monumentalen Installationen (die Wolkenskulpturen im Central Park), Fotografie, comicartigen Zeichnungen und digitalen Formaten.
Als einer der wenigen Schweizer Kreativen ist er weltweit präsent und hat unter anderem im Museum of Modern Art, in der National Gallery of Victoria und im Zentrum Paul Klee ausgestellt. In der Ausstellung «Humans» stehen menschliche Widersprüche im Kontext aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen im Fokus. Humorvoll und bildstark fragt Breuning, was vom Menschen bleibt, wenn Technik und Krisen dessen Leben prägen.
Klimakrise, KI und Kunst
Die Ausstellung greift die Klimakrise, Ressourcenverbrauch und künstliche Intelligenz auf. Olaf Breuning thematisiert deren Einfluss auf unser Denken und Handeln – und ob es überhaupt noch möglich ist, diesen Entwicklungen Widerstand entgegenzusetzen.
Dieser Artikel wurde erstmals in der «Schweizer Illustrierten» publiziert. Näher dran – an Stars, Royals und Menschen mit Geschichten. Hier gehts zum Abo!
Dieser Artikel wurde erstmals in der «Schweizer Illustrierten» publiziert. Näher dran – an Stars, Royals und Menschen mit Geschichten. Hier gehts zum Abo!
Ein Grossteil der gezeigten Werke entstand eigens für diese Ausstellung. Dazu gehören 60 neue Zeichnungen, zwei raumgreifende Installationen sowie Videoarbeiten. Beeindruckend das Werk «20 mm», ein kleiner bronzener Affe auf einem Marmorsockel, der ein 300 Meter langes Seil hält – es steht für die 4,5 Milliarden Jahre Erdgeschichte, seine vergoldete Spitze für die kurze Zeit menschlicher Existenz. Zugleich zeigt die Installation eine Konstante im Werk von Olaf Breuning: Der Affe taucht immer wieder auf, fungiert als Spiegel menschlichen Verhaltens oder bricht mit stereotypen Erwartungen und Zuschreibungen der Spezies Mensch an die Natur.